Im Inselbad in Untertürkheim hat sich eine Frau einen Einhorn-Schwimmreif auf den Kopf gesetzt. Foto: dpa/Sebastian Gollnow

Der Hochsommer ist da: Die Temperaturen klettern wohl bis auf 38 Grad, vor allem im Westen. Da suchen die Menschen Abkühlung.

Offenbach - Bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad sind die Menschen in Deutschland am Samstag ordentlich ins Schwitzen geraten. Viele suchten Abkühlung im Freibad, in einem See oder an den Küsten - oder vermieden längere Aufenthalte im Freien und blieben lieber zu Hause. Schon am Freitag waren die Temperaturen vielerorts auf um die 35 Grad gestiegen. Für Samstag prognostizierte der Deutsche Wetterdienst sogar Hitze-Werte bis 38 Grad. Auch in den kommenden Tagen dürfte es ziemlich heiß bleiben, teilweise sogar nachts.

An Nord- und Ostsee drängelten sich am Samstag erwartungsgemäß besonders viele Menschen. Aus Schleswig-Holstein gab es Bilder, auf denen sich zahlreiche Badegäste am Strand sonnten und in den Strandkörben ausruhten. Ähnlich sah es in Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen aus: Die Badeorte im Nordosten stellten sich auf einen Gästeansturm ein, vor dem niedersächsischen Wangerooge zogen Windsurfer übers Wasser. Ein besonders hübsches Bild bot sich auf Langeoog - dort lag zeitweise eine ganze Gruppe Seehunde am Strand.

Im vergangenen Jahr um die Zeit war es bis zu 42 Grad heiß

In Städten suchten sich die Menschen ebenfalls Abkühlung: „Parks, Seen, Strand- und Freibäder platzen aus allen Nähten“, berichtete etwa die Berliner Polizei am Mittag.

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„Eigentlich lässt sich das Wetter für das Wochenende und die neue Woche mit einem Wort beschreiben: heiß“, sagte Meteorologin Magdalena Bertelmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Demnach könnten die Temperaturen im Laufe des Samstags im Alpen-Vorland 26 bis 30 Grad erreichen und ansonsten auf 31 bis 38 Grad klettern - vor allem im Westen. An den Küsten soll es bei kühlendem Wind nicht ganz so heiß werden. Nachmittags könnten im Nordosten Quellwolken aufziehen.

Von einem Temperaturrekord in Deutschland ist die hochsommerliche Hitze aber noch einige Grad entfernt - im Juli vergangenen Jahres wurde die 42-Grad-Marke geknackt. Am Freitag war es mit rund 36 Grad in Nordrhein-Westfalen am heißesten: Der Höchstwert wurde laut DWD mit 36,2 Grad in Tönisvorst gemessen.

Erhöhte Waldbrandgefahr in Deutschland

Die Trockenheit führt erwartungsgemäß zu hoher Waldbrandgefahr. Fast bundesweit gilt nach DWD-Angaben die zweithöchste Gefahrenstufe 4, in Teilen Ostdeutschlands sogar die höchste Warnstufe 5. Nur im Alpenvorland sehe die Situation aufgrund der jüngsten Niederschläge mit der Warnstufe 2 entspannt aus. In Rheinland-Pfalz und im Saarland hingegen ist man nervöser: In weiten Teilen dieser Bundesländer gilt die zweithöchste Warnstufe, in Teilen von Rheinland-Pfalz sogar die höchste.

Für die nächsten Tage bleiben die Aussichten sonnig und hochsommerlich. Am Sonntag können sich im Osten einige Wolken blicken lassen - ab dem späten Nachmittag vereinzelt auch wieder mit Blitz und Donner. Ansonsten scheint überall verbreitet die Sonne. Die Temperaturen erreichen 31 bis 36 Grad - im Westen sind laut DWD sogar wieder bis zu 38 Grad möglich.

Und auch die Nachttemperaturen lassen in den kommenden Tagen nicht auf Abkühlung hoffen. Bei Tropennächten mit Temperaturen nicht unter 20 Grad bringe auch das nächtliche Durchlüften kaum etwas, heißt es beim DWD. Diese nächtliche Wärme trete vor allem in Ballungszentren und größeren Städten auf.

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