Verkehrsteilnehmer müssen ab 27. Juli mit einer Umleitung Vorlieb nehmen. Foto: factum/Bach

Die Kreisstraße bei Hildrizhausen wird vom 27. Juli an saniert. Ein Problem entsteht vor allem beim Busverkehr.

Hildrizhausen - Wegen Straßenbaustellen müssen die Verkehrsteilnehmer besonders in den kommenden Sommerferien im Landkreis längere Umleitungsstrecken in Kauf nehmen. Eine wird wegen der Sanierung der Kreisstraße zwischen Hildrizhausen und der A 81 notwendig. Vom 27. Juli an wird der Abschnitt voraussichtlich bis Ende der Ferien voll gesperrt. Das kündigt das Böblinger Landratsamt an. „Für die Autofahrer ist das weniger ein Problem“, sagt Ralf Braun von der Gemeindeverwaltung. Die Nutzer des öffentlichen Personennahverkehrs seien weitaus mehr davon betroffen.

Kein Bus nach Ehningen

Die Umleitung der Strecke ist ausgeschildert: Sie führt über Altdorf auf die Bundesstraße 464 nach Böblingen und weiter über die Kreisstraße Richtung Ehningen zur Autobahn 81. „Je nachdem, wo jemand in Hildrizhausen wohnt, hat er bei dieser Route mit dem Auto oder dem Motorrad einen Umweg von rund zwei Kilometern“, erklärt Braun. Man könne aber auch andere Straßen nehmen, um etwa nach Herrenberg zu kommen. Ungünstiger sieht es schon für jene aus, die auf den Bus angewiesen sind. Während der Bauarbeiten fährt kein Bus von Hildrizhausen direkt nach Ehningen.

Um an einen Bahnhof zu kommen, sei der nächste Weg über Holzgerlingen und von dort nach Böblingen, erklärt Braun weiter. Allerdings ist die Zugstrecke zwischen Böblingen und Herrenberg vom 27. Juli bis 12. September wegen Gleisarbeiten gesperrt. In Richtung Herrenberg fahren aber Ersatzbusse. „Für manche Reisende wird es richtig zeitaufwendig, an ihr Ziel zu kommen“, warnt Braun. Einen Vorteil habe es jedoch für die Gemeinde: Es gebe nicht so viel Durchgangsverkehr.

„Landesstraßen in einem schlechteren Zustand“

Die Arbeiten sind Teil des Straßenerhaltungsprogrammes des Landkreises. Die Kosten belaufen sich auf rund 1,1 Millionen Euro. Die Fahrbahndecke entspreche nicht mehr den heutigen Anforderungen, erklärt der Pressesprecher im Landratsamt, Dusan Minic. Es gebe Unebenheiten und Risse, im Bereich der Schächte auch starke Setzungen. Deshalb werde die gesamte Asphaltdecke auf einer Länge von rund 2,8 Kilometern abgefräst und erneuert. „Es gibt zwar Landesstraßen, die in einem weitaus schlechteren Zustand sind“, sagt Braun, „aber es saniert nur immer derjenige, der das Geld dafür hat.“

Problematisch könnte es zur Erntezeit auch für die Bauern werden. Links und rechts der Kreisstraße verlaufen nämlich landwirtschaftliche Wege. Sie müssen an die neue Höhenlage der sanierten Straße angepasst werden. Doch soll es während der Bauarbeiten zeitweise Querungsmöglichkeiten über der Kreisstraße geben.

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