Die Stuttgarter Hilfsorganisation Stelp ist dieses Jahr Kooperationspartner der „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. Timo Hildebrand (links) ist Schirmherr der ganzen Veranstaltung. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Im März startet zum vierten Mal die Veranstaltungsreihe „Heimat – Internationale Wochen gegen Rassismus“ von Luigi Pantisano, dem Stadtjugendring, dem Forum der Kulturen und zahlreichen weiteren Initiativen und Einrichtungen. Schirmherr ist in diesem Jahr Timo Hildebrand.

Stuttgart - Heimat – das Wort wird inzwischen kontrovers diskutiert und oft von rechten Gruppierungen vereinnahmt, die anderen vorschreiben wollen, was für sie Heimat sein darf. „Krass, was das für eine Entwicklung genommen hat“, sagt Friederike Hartl vom Stadtjugendring. Trotz dieser Debatte haben sich die Organisatoren der Aktion „Heimat – Internationale Wochen gegen Rassismus“ dafür entschieden, das Wort im Titel beizubehalten. Was ist Heimat? Was ist Herkunft? Gerade bei Migranten sind das ja oft zwei verschiedene Dinge. Doch darf Stuttgart ihre Heimat sein? Ja, weil ihnen das niemand verbieten kann.

Kulturelle Veranstaltungen setzen sich differenziert mit Rassismus auseinander

Bereits zum vierten Mal findet die zweiwöchige Aktion in Stuttgart statt. In diesem Jahr stehen von Montag, 11. März, bis Sonntag, 24. März, insgesamt rund 80 Veranstaltungen auf dem Programm – größtenteils sind diese kostenlos. Für die interessierte Öffentlichkeit gibt es um die 30 Veranstaltungen wie Lesungen, Theaterstücke, Vorträge oder Ausstellungen, um sich mit den Themen Rassismus, Diskriminierung oder Ausgrenzung differenziert auseinander zu setzen. Der Rechtspopulismus breitet sich aus in Europa, schon seit mehreren Jahren nehmen die rechtsgerichteten Parteien in den Parlamenten zu. Ein Großteil des Programms richtet sich daher an Schulklassen. „Kinder und Jugendliche bekommen viel von den aktuellen Entwicklungen mit und sollen diese auch verstehen“, sagt der SÖS-Stadtrat Luigi Pantisano. Was können wir dem Rassismus entgegensetzen? „Die nächste Generation muss sich damit beschäftigen“, sagt Pantisano, einst Mitbegründer der Aktion. Inzwischen ist es ein Gemeinschaftsprojekt von Stadtjugendring, Forum der Kulturen, dem Forum 3 und dem Büro für Antidiskriminierungsarbeit Stuttgart.

Schirmherr ist in diesem Jahr der Ex-VfB-Spieler Timo Hildebrandt

Die Eröffnungsfeier findet in diesem Jahr am Dienstag, 12. März, um 19 Uhr im Forum 3 (Gymnasiumstraße 21) statt – mit Landtagspräsidentin Muhterem Aras, Oberbürgermeister Fritz Kuhn und dem diesjährigen Schirmherren Timo Hildebrand. Neu im Programm ist in diesem Jahr zum Beispiel ein „kritischer Stadtspaziergang“ mit dem Titel „Auf den kolonialen Spuren in Stuttgart“ am Samstag, 16. März, um 14 Uhr.

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