In der JVA Heilbronn soll Schmuggel in großem Stil betrieben worden sein. Foto: dpa

In der JVA Heilbronn sollen Bedienstete und Häftlinge im großen Stil Drogen, Medikamente und Dopingmittel in und aus der Anstalt geschmuggelt haben. Nun hat sich der Verdacht auf einen weiteren JVA-Mitarbeiter ausgeweitet.

Heilbronn - Im Zuge der Ermittlungen um den Schmuggelring in der Heilbronner Justizvollzugsanstalt (JVA) ist der Verdacht der Ermittler auf einen weiteren JVA-Angestellten gefallen. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilten, seien die Wohnung und der Spind eines 35-Jährigen durchsucht worden. Der Verdächtige habe zugegeben, in zwei Fällen Mobiltelefone in die Anstalt geschmuggelt zu haben. Unklar ist aber laut Polizei, ob er an weiteren Taten beteiligt war. Die sichergestellten Beweismittel müssen noch ausgewertet werden.

In der JVA Heilbronn sollen Bedienstete und Häftlinge im großen Stil Drogen, Medikamente und Dopingmittel in und aus der Anstalt geschmuggelt haben. Der Hauptverdächtige, ein 37 Jahre alter JVA-Beamter, war im Juli auf frischer Tat ertappt worden. Er sitzt seitdem mit drei Komplizen, ehemalige Häftlinge, in Untersuchungshaft. Insgesamt sind mit dem 35-Jährigen Angestellten jetzt sieben Bedienstete der JVA tatverdächtig. Die Ermittlungen gegen einen weiteren verdächtigen Beamten wurden mittlerweile eingestellt. Das Justizministerium geht dem Vorwurf nach, die Anstaltsleitung habe trotz Kenntnis der Vorgänge nichts unternommen.

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