Dorothea Bachmann wird nicht mehr ins Rathaus zurückkehren. Foto: dpa

Seit Monaten ist der Chefsessel im Hechinger Rathaus frei. Nun ist klar: Es wird Neuwahlen geben. Bürgermeisterin Dorothea Bachmann wird aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr zurückkehren.

Hechingen - Nach monatelanger Abwesenheit der Hechinger Bürgermeisterin Dorothea Bachmann (52, parteilos) kommen vermutlich Neuwahlen auf die Stadt zu. Bachmann will nicht ins Rathaus zurückkehren, Grund seien gesundheitliche Probleme. Das ließ sie ihrem Stellvertreter Philipp Hahn (38, CDU) durch einen Anwalt mitteilen. Hahn machte die Nachricht am Montagabend beim Neujahrsempfang öffentlich.

Bachmanns Anwalt bestätigte am Dienstag, seine Mandantin werde im Interesse von Hechingen nicht gegen das vom Landratsamt betriebene Verfahren, sie in den Ruhestand zu versetzen, vorgehen. Die Frist für Einwendungen gegen das Verfahren endet nach Angaben des Landratsamtes am Dienstag um 24.00 Uhr. Zuerst hatten die „Hohenzollerische Zeitung“ und der „Schwarzwälder Bote“ berichtet.

Neuwahlen im April oder Mai

Ein Beamter kann nicht erst dann in den Ruhestand versetzt werden, wenn er eine Altersgrenze erreicht hat oder seine Amtszeit abgelaufen ist, sondern zum Beispiel auch im Fall der Dienstunfähigkeit. Das teilte das Landratsamt Zollernalbkreis am Dienstag mit. Eine amtsärztliche Untersuchung hatte demnach Anhaltspunkte für eine Dienstunfähigkeit Bachmanns ergeben.

Die Stadt Hechingen will nach der Nachricht der Amtsinhaberin rasch damit beginnen, Neuwahlen vorzubereiten. Noch Ende Januar oder Anfang Februar werde sich der Gemeinderat in einer Sitzung mit dem Thema Neuwahlen beschäftigen, sagte Stadtsprecher Thomas Jauch. Ein Wahltermin könnte Ende April oder Anfang Mai liegen.

Bachmann traf laut Medien einen anderen Mann

Bachmann war im Frühjahr wegen eines Streits mit ihrem getrennt lebenden Ehemann in die Schlagzeilen geraten. Im Mai hatte die „Bild am Sonntag“ berichtet, es habe auf einem Parkplatz am Bodensee eine Auseinandersetzung mit Bachmanns getrennt lebenden Ehemann gegeben, als dieser sie dort mit einem anderen Mann angetroffen habe.

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