In Heslach waren im Mai zwei Wohnungen besetzt worden. Foto: Lichtgut/Christoph Schmidt (Archiv)

Im Streit zwischen den Bewohnern eines Hauses an der Wilhelm-Raabe-Straße und den Eigentümern geht es weiter: Am Dienstag treffen sich die Parteien erstmals nach der Besetzung zweier Wohnungen vor Gericht.

Stuttgart - Rund um die Besetzung zweier Wohnungen in einem Haus an der Wilhelm-Raabe-Straße im Mai wird noch viel juristisch aufgearbeitet. Überwiegend geht es dabei um Vorwürfe gegen die Besetzer und ihre Nachbarn in dem Gebäude. Doch auch die neuen Eigentümer sehen sich juristischen Vorwürfen ausgesetzt: Am Dienstag treffen sie in einem Zivilverfahren auf eine Bewohnerin, die sich gegen die Räumung des Dachbodens wehrt.

Die Bewohner wollen den Dachboden wieder nutzen

„Die neuen Eigentümer haben den Dachboden abgesperrt und persönliche Gegenstände unserer Mandanten auf die Straße gestellt. Die Sachen sollten auf den Müll abtransportiert werden“, sagt Thomas Jung, der Rechtsbeistand der Mieterin. Dagegen gehe man nun juristisch vor. „Der Dachboden ist zwar im Mietvertrag nicht erwähnt, die Bewohner durften ihn aber bei den Vorbesitzern immer nutzen“, sagt Jung. Die neuen Eigentümer hätten das zwar untersagt. Das sieht Jung aber nicht als rechtsgültig an, da die Käufer zu jenem Zeitpunkt noch nicht im Grundbuch eingetragen waren. Das sei erst am 17. August erfolgt.

Das Zivilverfahren am Stuttgarter Amtsgericht beginnt am Dienstag, 11. September, um 12 Uhr.

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