Die Polizei kommentierte die Aussagen des Unternehmers nicht. (Symbolbild) Foto: imago/Deutzmann/Deutzmann

Nach Darstellung des Unternehmers soll das rassistische Video aus einem Handwerksbetrieb in Sinsheim (Baden-Württemberg) ein „schlechter Scherz“ seiner beiden Mitarbeiter gewesen sein. Der Staatsschutz ermittelt.

Sinsheim - Das rassistische Video aus einem Handwerksbetrieb in Sinsheim (Baden-Württemberg) ist nach Darstellung des Unternehmers ein „schlechter Scherz“ seiner beiden Mitarbeiter gewesen. Die beiden Kollegen hätten den im Internet kursierenden Clip aus einer Laune heraus gemacht, ohne an die Folgen zu denken, wie der Inhaber des Metallbaubetriebs, Thomas Hammer, am Dienstag erklärte. Das Unternehmen hatte sich bereits zuvor von den Inhalten des Videos distanziert.

Die Polizei kommentierte diese Aussagen nicht. Der Staatsschutz ermittele noch und die Staatsanwaltschaft Heidelberg sei davon in Kenntnis gesetzt, sagte eine Sprecherin der Mannheimer Polizei am Dienstag. Die Beamten klären noch, ob der Clip strafrechtliche Bedeutung hat und wenn ja, um welchen Straftatbestand es sich handelt.

In dem Video filmt ein Mann seinen dunkelhäutigen Kollegen bei der Arbeit und geht ihn mit diskriminierenden Sprüchen an. Er bezeichnet ihn unter anderem als „Buschmann“ und spricht davon, Paddel kaufen zu wollen. „Irgendwie musst du ja von Italien zurück nach Afrika“, sagt er.

Der Mann habe bei Bekanntwerden des Films Mitte September eine Abmahnung erhalten, sagte Hammer. Der junge Auszubildende habe die Tragweite erst erkannt, als er bestürzte Reaktionen auf das Video aus seiner Heimat Eritrea erhielt.

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