Zufrieden mit der Leistung, enttäuscht über das Ergebnis: Frisch-Auf-Trainer Rolf Brack Foto: Baumann

Die Handballer von Frisch Auf Göppingen haben im Spiel gegen den SC Magdeburg Vieles richtig gemacht. Warum es dennoch nicht zu einem Punktgewinn gereicht hat.

Göppingen - Sie führten mit 26:23 (46.), sie führten mit 30:28 (55.), und die Bundesliga-Handballer von Frisch Auf Göppingen lagen durch ein Tor von Neuzugang Alexander Trost auch mit 31:30 (58.) vorne. Dann kassierten die Grün-Weißen aber doch noch zwei späte Gegentore, das letzte in der Schlusssekunde durch Michael Damgaard (7) zum 31:32(17:15)-Endstand gegen den SC Magdeburg. Sein Bruder im Dress von Frisch Auf war nach diesem Tor mit Schockwirkung untröstlich: „Das Ganze ist schön für Michael, aber ganz, ganz bitter für uns. Wir haben einige technische Fehler zu viel gemacht und derzeit auch kein Glück“, sagte Allan Damgaard (2). Beste Göppinger Werfer waren Marcel Schiller (7/5), Joscha Ritterbach (6), Tim Kneule und Zarko Sesum (je 5).

Es war ein hochintensives und dramatisches Spiel vor den 4400 Zuschauern in der EWS-Arena. Frisch Auf lag 5:9 (12.) hinten. Dann wechselte Brack im Block, brachte Daniel Fontaine, Jens Schöngarth, Jacob Bagersted, Ritterbach und Damgaard. Die Abwehr ging nun offensiver und aggressiver zur Sache, Torwart Primoz Prost hielt stark. Dies zahlte sich aus: Frisch Auf ging mit 14:11 (24.) in Führung. Bis kurz vor Schluss hatte das Team von Trainer Rolf Brack fast immer die Nase vorne, ehe der entscheidende Treffer von Michael Damgaard folgte.

Lob für die Einstellung des Teams

„Dieses Spielende ist tragisch für uns, zum wiederholten Male haben wir in der Crunch-Time Punkte gelassen“, ärgerte sich Brack. Dann strich der 63-Jährige die positiven Aspekte heraus: „Wir haben Tempo-Handball gezeigt, der lehrbuchtauglich war für alle nationalen und internationalen Trainer. Dazu haben wir die beste Abwehrleistung der Saison gezeigt“, sagte Brack.

Da ist es doppelt bitter, dass es am Ende nicht wenigstens zum Unentschieden reichte. „Einen Punkt hätten wir mindestens verdient gehabt“, fand Geschäftsführer Gerd Hofele. Und auch der Sportliche Leiter Christian Schöne lobte das Team für seinen Einsatz: „Die Mannschaft hat sich heute zerrissen.“ Doch im Profisport geht es nun einmal zuallererst um Ergebnisse, das weiß keiner besser als der ehrgeizige Rolf Brack. Und diesbezüglich hinkt Frisch Auf mit nun 9:15 Punkten den Erwartungen hinterher.

Die nächste Möglichkeit, ein Erfolgserlebnis zu feiern, bietet sich an diesem Mittwoch (20 Uhr): Dann kommt das norwegische Team von OIF Arendal zum Drittrundenhinspiel um den EHF-Pokal in die EWS-Arena. „Das wird eine anspruchsvolle Aufgabe“, vermutet Hofele. Und mit Blick aufs Rückspiel am 25. November sollte Frisch Auf ein paar Tore vorlegen.

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