Knapp 20 Millionen Menschen wurden 2018 in Kliniken behandelt – nur ein Bruchteil von ihnen falsch. Foto: dpa

die Wahrscheinlichkeit, dass ein Patient in Deutschland falsch behandelt wird, sei „extrem gering“. Zu diesem Ergebnis kommt die Bundesärztekammer in ihrem jährlichen Gutachten.

Berlin - Die Schlichtungsstellen und Gutachter der Bundesärztekammer haben im vergangenen Jahr 1858 Behandlungsfehler gezählt. Wie aus am Mittwoch in Berlin vorgelegten Zahlen der Bundesärztekammer weiter hervorgeht, führten 1499 dieser Behandlungsfehler zu Gesundheitsschäden. 2017 waren noch 1783 Fälle bestätigt worden, in denen Behandlungsfehler Ursache für gesundheitliche Schäden waren.

Damit liege die Zahl der Behandlungsfehler angesichts von knapp 20 Millionen Klinikbehandlungen und rund einer Milliarde Arzt-Patienten-Kontakten in den Praxen weiterhin „im Promillebereich“, hob die Bundesärztekammer hervor.

Die Wahrscheinlichkeit, dass Patienten durch einen Behandlungsfehler zu Schaden kommen, sei „extrem gering“. Am häufigsten waren Fehlervorwürfe den aktuellen Zahlen zufolge bei Diagnosen von Knie- und Hüftgelenksarthrosen sowie Oberschenkelfrakturen und Bandscheibenschäden.

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