In diesem Haus im Münchner Stadtteil Schwabing lebte Cornelius Gurlitt. Foto: dpa

Eigentlich wollte Uta Werner den letzten Willen ihres Cousins Cornelius Gurlitt akzeptieren. Der wollte, dass seine Kunstsammlung an das Museum in Bern geht. Jetzt hat die Cousine ihre Meinung offenbar geändert.

München - Die Cousine von Cornelius Gurlitt erhebt Anspruch auf das Erbe des Kunstsammlers. Nach Angaben ihres Sprechers beantragte Uta Werner am Freitag einen Erbschein beim zuständigen Nachlassgericht. Beim Gericht war zunächst niemand für eine Bestätigung zu erreichen.

Werner werde von ihren Kinder sowie einzelnen Söhnen und Enkeln ihres Bruders Dietrich unterstützt, hieß es in einer Mitteilung vom Freitag. Die betagten Geschwister Uta und Dietrich wären die gesetzlichen Erben gewesen. Dietrich Gurlitt hat bisher keine Ansprüche erhoben.

Eigentlich habe sich die Familie nur für den Fall auf das Erbe vorbereiten wollen, dass das Kunstmuseum Bern es ausschlägt. Wegen eines Gutachtens, das den Geisteszustand und damit die Testierfähigkeit von Cornelius Gurlitt anzweifelt, habe man sich aber jetzt anders entschieden, hieß es in der Mitteilung.

Gurlitt hatte in seinem Testament das Kunstmuseum Bern als Alleinerben für seine millionenschwere Kunstsammlung eingesetzt. Am Freitag wurde bekannt, dass das Museum das Erbe antreten will. Für Montag ist ein gemeinsamer Termin mit der Bundesregierung in Berlin angesetzt.

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