Weil eine Bedrohungslage zunächst nicht auszuschließen war, rückten viele Polizisten an. Foto: SDMG/ Kohls

Ein Mann meldet der Polizei, seine Familie sei in Gefahr. Mit einem Großaufgebot rücken die Einsatzkräfte nach Schorndorf im Rems-Murr-Kreis aus. Wie sich herausstellt, hatte der Anrufer psychische Probleme.

Schorndorf - Mit der Unterstützung durch die Hundestaffel und Zivilfahrzeuge ist die Polizei am Donnerstagmorgen nach Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) ausgerückt. „Gegen 9.20 Uhr hat ein Anrufer uns mitgeteilt, seine Familie würde gerade ermordet“, so ein Polizeisprecher. Fotos zeigen schwer bewaffnete Einsatzkräfte mit Schutzausrüstung in der Krummhaarstraße.

Vor Ort, so der Sprecher, habe sich die Meldung aber als „komplett nichtig“ herausgestellt. Der Anrufer selbst habe sich in einem psychischen Ausnahmezustand befunden und „sich etwas zusammenfantasiert“. Niemand sei in Gefahr gewesen. Der Anrufer wird im Lauf des Tages auf eigenen Wunsch in eine Psychiatrie gebracht. Die Kosten des Einsatzes wird schlussendlich wohl die Staatskasse tragen: „Da eine psychische Krankheit der Hintergrund für den Anruf war, gehe ich nicht davon aus, dass dem Mann diese Kosten in Rechnung gestellt werden können“, so der Sprecher.

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