In Wendlingen sind Rettungssanitäter aggressiv angegangen worden. Foto: picture alliance/dpa

Aggressive Jugendliche haben in Wendlingen einen Rettungseinsatz behindert. Die Polizei musste sieben Streifen zusammenziehen, um die Lage zu beruhigen.

Wendlingen - Aggressiv und respektlos aufgetreten sind am Freitagabend mehrere Jugendliche in der Albstraße in Wendlingen (Kreis Esslingen), als eine Rettungsdienstbesatzung eine stark alkoholisierte Minderjährige medizinisch versorgt hat. Dies meldet die Polizei.

Gegen 23.30 Uhr alarmierte der Rettungsdienst die Polizei, weil sich eine Gruppe von etwa 15 Personen um den Rettungswagen sammelte und unter anderem mit Händen und Fäusten dagegen schlugen. Durch das bedrängende Verhalten der überwiegend 16- bis 18-Jährigen habe die Rettungsdienstbesatzung den Einsatzort zunächst nicht verlassen können.

Sieben Polizeistreifen im Einsatz

Beim Eintreffen der zur Hilfe gerufenen Polizeistreife entfernten sich die Jugendlichen, näherten sich jedoch wenig später erneut der Einsatzstelle, wobei ein 16-jähriger an das Fahrzeug des Rettungsdiensts herantrat. Als die Polizisten versuchten, seine Identität festzustellen, wollte der Jugendliche flüchten und wurde vorläufig festgenommen.

Gleichzeitig rottete sich die Gruppierung erneut zusammen und pöbelte gegen die eingesetzten Polizisten. Die angeheizte Stimmung sei nach Polizeiangaben darin gegipfelt, dass der Gruppe heraus mehrere Kieselsteine in Richtung der Beamten geworfen wurden. Dabei wurde niemand getroffen.

Letztendlich gelang es insgesamt sieben Polizeistreifen, die Störer des Platzes zu verweisen. Der festgenommene 16-jährige Jugendliche wurde nach Abschluss der Maßnahmen seiner Mutter übergeben. Verletzte Personen und Sachschäden waren nicht zu verzeichnen. Die Ermittlungen hinsichtlich der verwirklichten Straftatbestände dauern an. Zeugen werden gebeten sich beim Polizeirevier Nürtingen unter der Telefonnummer 07022/9224-0 zu melden.

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