In Feierlaune: Die Frisch-Auf-Spieler bejubeln in Magdeburg den Einzug ins Final Four Foto: dpa

Frisch Auf Göppingen kann nach 2011 und 2012 zum dritten Mal den EHF-Pokal gewinnen. Das 27:29 beim Bundesligarivalen Magdeburg reicht zum Einzug ins Final Four in Nantes (14./15. Mai).

Magdeburg - Als die 60 Minuten im Hexenkessel Getec-Arena vorüber waren, gab es bei den Frisch-Auf-Spielern kein Halten mehr. Ausgelassen feierten sie gemeinsam mit den 70 mitgereisten Fans das Weiterkommen. Mittendrin im Trubel: Trainer Magnus Andersson. Der Schwede zeigte sich mächtig stolz auf seine Mannschaft: „Hut ab, mit welcher Leidenschaft mein Team sich in dieses Spiel zurückgekämpft hat.“ Beim Stand von 25:18 für Magdeburg sah es schlecht aus. Der Vorsprung aus dem Hinspiel (31:25) war mehr als aufgebraucht. Die Halle glich endgültig einem Tollhaus. Doch Frisch Auf behielt vor den 4765 Zuschauern die Nerven.

Primoz Prost sichert mit seinen Paraden das Weiterkommen

Zwei Maßnahmen zeigten dabei entscheidende Wirkung: Primoz Prost, der in der 37. Minute nach monatelanger Verletzungspause für Peter Tatai ins Tor gekommen war, glänzte bei seinem Comeback mit klasse Paraden. Auf der Spielmacher-Position setzte Tim Kneule wichtige Akzente. Die Folge: Frisch Auf kämpfte sich auf 26:22 (54.) heran. In dieser Phase regte sich Magdeburgs Trainer Bennet Wiegert zu sehr über die spanischen Schiedsrichter auf. Ein Ausraster mit Folgen: Sein Team musste für ihn eine Zeitstrafe abbrummen. Die Grün-Weißen nutzten dies eiskalt aus und ließen sich das Weiterkommen nicht mehr nehmen. Beste Werfer für FAG waren Linksaußen Marcel Schiller (6/2) sowie die Rückraumspieler Adrian Pfahl und Lars Kaufmann (je 5). Robert Weber erzielte für den SCM 10/2 Treffer.

Hofele: Die Marke Frisch Auf gewinnt noch mehr an Reputation

„Die Final-Four-Teilnahme ist für uns ein Riesenerfolg“, jubelte der überglückliche Geschäftsführer Gerd Hofele. „Dadurch gewinnt auch unsere Marke weiter an Reputation.“ Aus wirtschaftlicher Sicht bringt der Sprung ins Endturnier allerdings keine Reichtümer. Der Sieger erhält eine Prämie von 100 000 Euro, der Zweite 50 000 Euro, der Dritte 25 000 Euro und der Vierte 10 000 Euro. Mögliche Gegner der Göppinger beim Final Four sind neben Gastgeber HBC Nantes die Sieger der noch ausstehenden Viertelfinalspiele Saint-Raphael Var – Chambery Savoie (beide Frankreich) und Fraikin Granollers (Spanien) – Bjerringbro-Silkeborg (Dänemark). Die Auslosung des Halbfinales findet an diesem Dienstag statt.

Kapitän Manuel Späth gab noch in Magdeburg die Parole aus: „Jetzt möchten wir auch den Cup gewinnen.“ Es wäre sein dritter Triumph nach 2011 und 2012.

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