Die Andacht für den getöteten Jungen am Frankfurter Hauptbahnhof. Sein Schicksal hat viele Spender berührt. Foto: epd

3200 Menschen haben mehr als 100.000 Euro an die Familie des Jungen geschickt, der vergangene Woche am Frankfurter Hauptbahnhof getötet worden war. Das teilte eine Hilfsinitiative mit.

Frankfurt - Gut eine Woche nach dem tödlichen Angriff auf einen Achtjährigen am Frankfurter Hauptbahnhof haben etwa 3200 Menschen für die Familie des Jungen gespendet. Mehr als 100.000 Euro seien bereits gesammelt worden, teilte eine Hilfsinitiative, die zum Spenden aufruft, am Mittwoch mit. Er sei überwältigt von der Anteilnahme, erklärte der 62-jährige Kampagnenorganisator Michael Kötter. „Es macht mich froh, dass ich einen Teil dazu beitragen kann, dass sich die Familie weniger existenzielle Sorgen machen muss.“

Am Montag vergangener Woche soll ein 40-Jähriger am Frankfurter Hauptbahnhof einen Achtjährigen und dessen Mutter vor einen einfahrenden ICE gestoßen haben. Die Mutter konnte sich nach dem Sturz auf einen schmalen Fußweg zwischen den Gleisen retten. Ihr Sohn wurde vom Zug erfasst und erlag am Tatort seinen Verletzungen.

Der Angreifer versuchte zudem, eine 78-jährige Frau in die Gleise zu stoßen. Sie stürzte aber vorher und verletzte sich an der Schulter. Der Mann wurde nach kurzer Flucht von Passanten überwältigt und von der Polizei festgenommen. Die Ermittler schließen psychische Probleme nicht aus.

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