Betten von Schramm garantieren einen erholsamen Schlaf und sind dabei sehr flexibel, was das Design und die Matratzen betrifft. Foto: Schramm

Nachts tankt unser Körper neue Energie. Das funktioniert jedoch nur, wenn wir gut und gesund schlafen können. Worauf wir beim Bettenkauf achten und warum wir niemals am Abend Probeliegen sollten, erklärt Peter Hauber, Geschäftsführer des Einrichtungshauses architare in Nagold, im Interview.

Herr Hauber, wann ist es Zeit für ein neues Bett?

Durchschnittlich 22 Jahre schläft man im selben Bett – und 15 Jahre auf derselben Matratze. Das ist bei Qualitätsbetten auch kein Problem. Experten raten aber aus hygienischen Gründen, nach acht Jahren die Matratze auszutauschen.

Was ist die erste Frage, die Kunden beim Bettenkauf an Sie richten?

Viele Kunden von architare haben zunächst einmal Fragen das System betreffend. Es gibt auf der einen Seite die konventionellen Betten und auf der anderen Seite die immer beliebter werdenden Boxspringbetten.

Was ist der Unterschied zwischen konventionellen Betten und Boxspring-Betten?

Die Unterschiede liegen im Aufbau. Konventionelle Betten bestehen aus einem Bettrahmen, einer Matratze und einem Lattenrost, wobei der Lattenrost besonders beweglich sein muss, um sich dem Körper anzupassen.

Boxspringbetten bestehen aus einer Unter- und einer Obermatratze. Die Untermatratze, die oft auch Boxspring genannt wird, ist analog zum Lattenrost dafür verantwortlich, dass die Obermatratze des Boxspringbettes ihre Wirkung und positiven Eigenschaften hinsichtlich Nachgiebigkeit und Stützkraft voll entfalten kann. Im Inneren der Untermatratze befindet sich ein Taschen- oder Bonellfederkernsystem. Auf dem Boxspring liegt die Obermatratze, die ebenfalls mit einem Taschenfederkern ausgestattet ist und für die Feinjustierung sorgt. Im Zusammenspiel mit der Untermatratze sorgt die Obermatratze für die optimale Unterstützung des Körpers und für das komfortable Liegegefühl, das viele Boxspringbetten auszeichnet.

architare führt an seinen Standorten in Stuttgart und Nagold Betten der Marke Schramm. Welche Eigenschaften machen ein Schramm-Bett für Sie einzigartig?

Was heute als Boxspringbett bekannt ist, hat die Manufaktur Schramm bereits in den 1950er Jahren entwickelt und im Laufe der Jahrzehnte immer weiter perfektioniert: Das Zwei-Matratzen-System bildet das Kernstück des Unternehmens. Die Betten von Schramm zeichnen sich dabei durch besonders hochwertige Taschenfederkernmatratzen aus.

Was macht die Federn von Schramm so hochwertig?

In der Bettenmanufaktur Schramm werden die Federn ofenthermisch vergütet. Durch dieses sehr aufwendige Verfahren sind sie sehr widerstandsfähig gegen plastische Verformung. Das verhindert den Verlust der Rückstellkraft und gewährleistet dauerhafte Elastizität. Insgesamt stecken in einer ein Meter breiten Matratze von Schramm etwa 500 Federn in vier unterschiedlichen Stärken, die alle in Stoffsäckchen eingenäht sind. Die unterschiedlichen Stärken werden gewählt, weil sich das Körpergewicht nicht gleichmäßig verteilt. Ein Großteil, etwa 40 Prozent der Fläche, entfällt auf den Gesäßbereich. Dort ist die Federung daher härter. Anders als im Schulterbereich, wo die Schulter sanft einsinken kann.

Und die passende Schramm-Matratze finde ich durchs Probeliegen?

Ja, genau. Wir haben in unserem architare Store in Nagold Matratzen in den unterschiedlichen Härtegraden, die unsere Kunden ausgiebig testen können. Zudem können sie die Feinheiten der Schramm Matratzen kennenlernen.

Welche Feinheiten sind das?

Beim Probeliegen zeigt sich, dass es nicht nur auf das Gewicht und die individuellen körperlichen Begebenheiten ankommt, sondern auch auf das ganz persönliche Empfinden. Und hier kommen die First-Class Matratzen Mythos und Divina von Schramm ins Spiel: Sie werden beide in fünf Körpergewichts-Rezepturen beziehungsweise Härtegraden angeboten, unterscheiden sich aber in der Art der Zylinderfedern: Mythos hat 500 6-Gang-Zylinderfedern, Divina hat 500 9-Gang-Zylinderfedern. Dadurch ist die Stützkraft der Matratzen zwar die gleiche, jedoch mit dem kleinen aber sehr feinen Unterschied, dass sich die Divina Matratze anfühlt, als würde man auf Wolken liegen.

Gibt es noch weitere Vorteile einer Taschenfederkern-Matratze?

Ja, neben dem Liegekomfort spielt die Belüftung eines Betts eine wichtige Rolle, denn während des Schlafens verlieren wir bis zu eineinhalb Liter Feuchtigkeit. Eine weitere Besonderheit bei Schramm ist, dass die Polstermaterialien nicht verklebt, sondern geheftet werden. Die Federkernmatratze bildet so ein großes Luftpolster. Bei jedem Umdrehen im Bett wirkt die Matratze wie ein Blasebalg. Sie saugt die Luft an und gibt sie wieder ab. Dadurch verbessert sich das Klima im Bett erheblich.

Was gibt es noch beim Bettenkauf zu beachten?

Wichtig ist, dass die Kunden am Vormittag zu uns kommen, damit Sie ausgeruht sind. Am Abend ist der Körper erschöpft – da erscheint beim Testen jedes Bett gemütlich und wie eine Wohltat.

Gibt es einen Bestseller unter den Schramm-Betten?

Das kann man nicht sagen, denn jedes Bett ist so individuell wie ein Maßanzug. Und das nicht nur, was die Matratzen betrifft. Es gibt eine Vielzahl an Modellen von Schramm, die mit unterschiedlichen Stoffen bezogen werden können. So ist am Ende jedes Bett von Schramm ein Unikat, das wir in unseren architare Stores in Stuttgart und Nagold gemeinsam mit dem Kunden konfigurieren.