Wie lassen sich schlechte Gerüchte neutralisieren? Foto: Yuganov Konstantin/ Shutterstock

Ob Knoblauch, Bratfett oder Nikotin: Manche Gerüche setzen sich hartnäckig in der Wohnung oder im Auto fest. Wir haben Tipps und Hausmittel gesammelt, die dabei helfen, unangenehme Gerüche zu entfernen, sodass es in Ihrem Zuhause bald wieder frisch duftet.

Zuerst: Geruchsquelle ausfindig machen

Am effektivsten gehen Sie bei der Geruchsbeseitigung natürlich vor, wenn Sie wissen, woher der üble Geruch kommt. Häufige Quellen des Gestanks sind beispielsweise:

  • Müll: Vor allem Bio- und Restmüll können unangenehm riechen.
  • Abfluss: Verstopfte bzw. verunreinigte Abflüsse sind in Küche und Bad oft Ursache von Gestank.
  • Lebensmittel: Verdorbene Lebensmittel oder festsitzende Verschmutzungen müffeln in Kühlschrank und Schränken.
  • Rauch: Der Qualm von Zigaretten setzt sich im Laufe der Zeit in Textilien, aber auch in Holzmöbeln oder Tapeten fest.
  • Küchengerüche: Ob Knoblauch, Zwiebeln, Fisch oder Fett – Küchendämpfe können sich hartnäckig in der Wohnung halten.

Den Geruch zu entfernen scheint in manchen Fällen ganz einfach zu sein: den Müll rausbringen, Abfluss reinigen, benutzte Pfannen abwaschen. Doch leider helfen diese offensichtlichen Methoden nicht immer weiter. Der Geruch sitzt fest. Folgende Tipps und Hausmittel können Ihnen weiterhelfen.

Übersicht

  1. Geruch aus Kleidung und anderen Textilien entfernen
  2. Geruch aus Schuhen entfernen
  3. Geruch aus dem Kühlschrank entfernen
  4. Küchengerüche neutralisieren
  5. Windeleimer und Mülleimer stinken: Das hilft
  6. Schlechte Gerüche von den Fingern entfernen
  7. Gerüche aus dem Auto entfernen
  8. Weitere Ticks und Hausmittel gegen schlechte Gerüche

Geruch aus Kleidung und anderen Textilien entfernen

Ein rechter simpler Trick, um Gestank aus Kleidung loszuwerden ist: Lüften. Hängen Sie Kleidungsstücke, die zum Beispiel nach Rauch oder Fett riechen, über Nacht auf den Balkon, die Terrasse oder vor ein geöffnetes Fenster. Können Sie Polster von Sofa, Bett & Co nicht an die frische Luft bringen, sorgen Sie für Durchzug: Öffnen Sie zwei gegenüberliegende Fenster und lüften Sie für einige Minuten.

Bringt das Stoßlüften oder das Lüften über Nacht nichts, können Sie bei Polstern und Teppichen zu Natron oder Backpulver greifen. Streuen Sie das Pulver auf die Textilien (ca. 200g für ein Ecksofa) und lassen es über Nacht einwirken. Am nächsten Morgen saugen Sie es ganz einfach ab. Möchten Sie sehr starke Gerüche neutralisieren (zum Beispiel Katzenurin oder Erbrochenes) oder Flecken entfernen, können Sie das Natron auch mit einem feuchten Schwamm sanft in das Polster einreiben. Das lassen Sie ebenfalls über Nacht einwirken und trocknen, bevor Sie es am nächsten Tag absaugen.

Rauch- oder Essensgerüche in der Kleidung sind besonders ärgerlich, wenn Sie das Kleidungsstück eigentlich am nächsten Tag noch einmal anziehen wollten. Hier hilft der Wäschetrockner weiter: Geben Sie die Kleidung in den Trockner und legen Sie einen mit Essig getränkten Waschlappen obendrauf. Lassen Sie den Trockner ca. 10 Minuten auf „kalt“ laufen. Manche Trockner haben ein extra „Auffrischen“-Programm. Das sollte die Gerüche in der Kleidung neutralisieren.

Geruch aus Schuhen entfernen

Schweiß und Feuchtigkeit von Regen & Co lassen Bakterien in Schuhen gedeihen, sodass die Treter am Ende des Tages unangenehm müffeln. Diese Tipps und Hausmittel helfen gegen stinkende Schuhe:

  • Einfrieren: Legen Sie die Schuhe für zwei Tagen in einem Plastikbeutel in die Gefriertruhe. Die Bakterien, welche den Mief verursachen, überleben diese Prozedur nicht, sodass die in Sneaker und Co herrschenden Gerüche neutralisiert werden.
  • Katzenstreu: Um Feuchtigkeit aus den Schuhen zu sammeln, streuen Sie abends etwas Katzenstreu in die Schuhe. Morgens kippen Sie es einfach aus bzw. saugen den Schuh aus. Alternativ können Sie das Streu zuvor auch in einen Socken füllen und diesen in den Schuh stopfen.
  • Zimt: Sie können auch am Abend Zimt in Ihre Schuhe streuen und am Morgen wieder aufsaugen. Zimt neutralisiert unangenehme Gerüche. Falls Sie regelmäßig Probleme mit Käsefüßen haben, greifen Sie auf Zimteinlegesohlen zurück.

Geruch aus dem Kühlschrank entfernen

Um Gerüche im Kühlschrank zu vermeiden, empfiehlt es sich, den Kühlschrank regelmäßig zu reinigen. Riecht Ihr Kühlschrank immer wieder unangenehm, wischen Sie ihn regelmäßig mit Essigwasser aus. Essig bindet die Gerüche und desinfiziert. Vergessen Sie nicht, auch die Dichtungen und die Ablaufrinne zu reinigen. Um unangenehme Gerüche im Kühlschrank zu beseitigen, können Sie außerdem zu diesen Hausmitteln greifen:

  • Zitrone: Legen Sie die Schale einer Zitrone oder einzelne Zitronenschnitze in den Kühlschrank. Diese verströmen einen frischen Duft. Alternativ können Sie auch eine halbe Zitrone aushöhlen und die Schale mit Salz füllen. Das Salz bindet zusätzlich Gerüche und Feuchtigkeit.
  • Kaffeepulver: Stellen Sie eine Schale mit Kaffeepulver über Nacht in den Kühlschrank, um ekligen Gerüchen Herr zu werden.

Weitere Tipps finden Sie hier: Einfache Anleitung – Kühlschrank reinigen in 5 Schritten


Fett, Fisch, Eier: Küchengerüche neutralisieren

Ganz gleich, wie lecker Garnelen, Knoblauch und andere Zutaten schmecken: Sie hinterlassen oft schlechte Gerüche. Auch angebranntes Fett oder verkohlte Backwaren versprühen keine wohlriechenden Düfte.

Essensgeruch entfernen Sie mit diesen Tricks:

  • Kochen Sie in einem Topf Wasser mit einem Schuss Essig auf
  • Verteilen Sie das Essigwasser auf Schälchen
  • Platzieren Sie die Schälchen an verschiedenen Orten in Ihrer Küche
  • Sobald sich der Essensgeruch verflüchtigt hat, gut durchlüften, um den Essiggeruch zu entfernen

Beachten Sie, dass beim Aufkochen des Essigwassers unangenehme Dämpfe entstehen können, Sie sollten also etwas Abstand halten vom Topf.

Mit diesem Trick können Sie übrigens nicht nur Kochgeruch entfernen und Fettgeruch neutralisieren, sondern auch Rauchgeruch entfernen. Zusätzlich können Sie Oberflächen mit Essigwasser abwischen. Wollen Sie den Essiggeruch vermeiden, greifen Sie stattdessen zu Zitronensäure.

Windeleimer und Mülltonne stinken: Das hilft

Was gegen Katzenurin hilft, hilft auch, wenn es um Biomüll und gebrauchte Windeln geht: Katzenstreu. Bringen Sie den Müll raus und reinigen Sie den Mülleimer anschließend mit heißem Wasser und einem herkömmlichen Spülmittel. Lassen Sie den Eimer anschließend gut trocknen. Legen Sie den Boden der Mülltonne dann mit Katzenstreu aus, bevor Sie einen neuen Müllbeutel im Eimer befestigen. So werden Feuchtigkeit und Geruch gebunden. Das Katzenstreu sollten Sie nach rund einer Woche erneuern. Benutztes Streu können Sie ganz einfach im Restmüll entsorgen.

Unangenehme Gerüche von den Fingern entfernen

Jeder, der schon mal Zwiebeln oder Knoblauch geschnitten hat, kennt es: Die Finger stinken – manchmal sogar tagelang! Abhilfe schaffen auch hier ein paar einfache Tricks:

  • Natron: Mischen Sie 3 EL Natron mit 1,5 EL Wassern und stellen Sie so eine Paste her. Mit dieser reiben Sie nach dem Kochen Ihre Finger ein – mit klarem Wasser abwaschen, fertig!
  • Kaffeesatz: Reiben Sie Ihre Hände nach dem Schnippeln mit Kaffeesatz ein und spülen Sie sie anschließend mit klarem Wasser ab. Der Geruch sollte verflogen sein.
  • Edelstahl: Spezielle Edelstahlseife entfernt Essensgerüche an den Fingern. Zur Not tut es oft aber auch das Spülbecken bzw. die Armaturen aus Edelstahl – reiben Sie Ihre Finger einfach daran, um die Gerüche zu neutralisieren.

Gerüche aus dem Auto entfernen

Die Ursache für schlechte Gerüche im Auto ist oft Feuchtigkeit. Bei geschlossenen Fenstern und feuchtem Innenraum können sich Bakterien und Schimmelpilze ideal vermehren und so für die Geruchsbildung sorgen. Sind Fußmatten oder Sitze feucht oder gar nass, lassen Sie das Auto wenn möglich eine Weile mit geöffneten Fenstern stehen oder nehmen Sie die Fußmatten heraus, um Sie beispielsweise in Ihrem Bad trocknen zu lassen. Alternativ können Sie auch Zeitungen auf die Teppiche im Wagen legen oder einen Eimer mit Salz ins Auto stellen. Beides saugt die Feuchtigkeit auf.

Ist der Geruch bereits im Auto, stellen Sie über Nacht zwei oder drei Schälchen mit Kaffeepulver in den Innenraum. Die Fenster bleiben dabei geschlossen. Bereits am nächsten Morgen sollten sich die unangenehmen Gerüche verzogen haben. Reinigen Sie zusätzlich Teppiche, Polster und Armaturenbrett und lassen Sie alles gut trocknen, bevor Sie wieder losfahren.

Lesen Sie auch: 10 Wege, um Auto-Fußmatten zu reinigen


Weitere Tricks und Hausmittel, um Gerüche in der Wohnung neutralisieren

  • Der Staubsauger als Lufterfrischer: Beträufeln Sie den Staubsaugerbeutel vor dem Saugen mit 1-2 Tropfen ätherischen Ölen oder geben Sie 1-2 Spritzer Parfum darauf. Beim Staubsaugen wird der Duft dann in der Wohnung verteilt.
  • Eukalyptus: Kleine Sträußchen von Eukalyptuszweigen oder eine ganze Pflanze im Topf sieht nicht nur dekorativ aus, sondern überdeckt auch muffige Gerüche. Besonders gut geeignet für Wohnräume oder Badezimmer.
  • Orangen und Nelken: Nicht nur, aber vor allem zur Weihnachtszeit ist die Kombination aus Orangen (oder Mandarinen) und Nelken beliebt: Stecken Sie ein paar Gewürznelken in die Schale einer Orange und legen Sie diese beispielsweise dekorativ zum Adventskranz oder hängen sie als Deko ins Fenster.
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