Das Gelände an der Fuchshofstraße wird eingeebnet. Foto: factum/Archiv

Bei der Planung für den Fuchshof sind viele Nüsse zu knacken: Die Anrainer legen größten Wert auf den Faktor Mobilität, die Stadträte dringen auf eine gerechte Verteilung der 500 geplanten Wohnungen.

Ludwigsburg - Ludwigsburg braucht dringend Wohnungen – vor allem bezahlbare. Viel Hoffnung ruht deshalb auf der geplanten Bebauung des Fuchshofareals im Osten der Stadt. Jetzt hat die Verwaltung im Bauausschuss die Ergebnisse einer Bürgerbeteiligung zu diesem Projekt vorgelegt. Demnach hat die Befragung der Anrainer vor allem eins gezeigt: Die Schaffung eines neuen Quartiersauf der etwa 60 Hektar großen Fläche wird eine harte Nuss: Die Planer müssen nicht nur die Belange von Verkehr und Hausbau berücksichtigen, sie müssen diese auch in Einklang mit den Forderungen von Sportvereinen und Erholungssuchenden bringen.

Parkdruck ist schon jetzt groß

„Die Anregungen der Bürger sind wichtig für die Umsetzung“, sagt Stadtplaner Martin Kurt. Unter den Rückmeldungen von etwa 200 Bürgern fänden sich überraschend viele konkrete Vorschläge. Die meisten in Bezug auf Sport, Wohnen und Grün. „Die Bürger haben klar gemacht, dass ihnen die Mobilität besonders wichtig ist.“ Sprich, sie möchten nicht nur, dass die Anbindung per Auto und ÖPNV gut wird, sondern auch, dass sich die schon jetzt problematische Parksituation entspannt.

Da noch immer nicht entschieden ist, ob es einen Schnellbus nach im BRT-System (Bus Rapid Transit) geben wird, müssen die Planer auch das berücksichtigen. Falls also eine Schnellbustrasse durch das neue Wohngebiet geführt wird, verringert sich der Straßenraum. „Für ebenerdiges Parken wird dann kein Platz mehr sein“, sagt Kurt. Stadträte der SPD und Freien Wähler regten darum an, Parkhäuser oder Tiefgaragen einzuplanen.

Bauen in Etappen

Der Rahmenplan für das Areal ist bereits im vergangenen Herbst verabschiedet worden. Demnach steht fest, dass auf dem Gelände bis zu 500 Wohneinheiten entstehen sollen. Der Gemeinderat pocht darauf, dass die neuen Wohnungen gerecht verteilt werden. Darüber, wie das erreicht werden kann und welches Vergabesystem eine wirklich gerechte Zuteilung garantiert, wird noch diskutiert. Fest steht, dass die Bebauung in mehreren Etappen realisiert werden soll. Absoluten Vorrang genießt der Bau einer Grundschule, der schon im nächsten Jahr beginnen soll. Die Voraussetzung dafür sei geschaffen, sagt Kurt, der Baugrund dafür bereits freigemacht. In zwei weiteren Bauabschnitten sollen dann die Wohnhäuser errichtet werden. „Aber parallel dazu wird auch das Sportgelände neu gestaltet“, sagt Kurt.

Auch die Sanierung der einstigen Gewächshäuser sei abgeschlossen und der größte Teil des Geländes abgeräumt. Augenblicklich würden noch unterirdische Heizanlagen ausgebaut. Bis August könnten die Vorarbeiten abgeschlossen sein. Bis zum Herbst wollen die Planer ein Gesamtkonzept vorlegen, das verdeutlicht, wie am Fuchshof Wohnen, Naherholung und Sport kombiniert werden könnten.

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