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Bundestrainer Löw hat die Qual der Wahl. VfB-Stürmer Cacau ist eine Option. Und keine schlechte.

Durban - Die Schweißperlen standen Cacau auf der Stirn, als er aus der Kabine kam. Das hatte weniger etwas mit Angst zu tun als vielmehr mit der körperlichen Höchstbelastung, die er sich in den 20 Minuten nach seiner Einwechslung abgefordert hatte. Es hatte sich ja auch gelohnt: Mit dem Treffer zum 4:0 gegen Australien setzte Cacau den Schlusspunkt unter den gelungenen WM-Auftakt. "Das ist Wahnsinn, einfach wunderbar", sagte der Stürmer des VfB Stuttgart und verwies auf seine Kollegen aus der Offensivabteilung, namentlich Lukas Podolski, Miroslav Klose und Thomas Müller: "Alle Stürmer haben getroffen, das ist gut."

So denkt auch Joachim Löw - einerseits. Auf der anderen Seite hat der Bundestrainer für das nächste Spiel am Freitag gegen Serbien nun die Qual der Wahl. Tatsächlich hatte er überlegt, statt Miroslav Klose den zuletzt treffsichereren Cacau von Beginn an zu bringen. Dass er sich anders entschied, lag auch an Cacaus Jokerqualitäten. "Ich dachte mir, er bringt später im Spiel wieder Tempo rein wie zuletzt", sagte Löw - und durfte sich prompt bestätigt fühlen.

Ohnehin kann Cacau aufgrund seiner Spielanlage Klose nicht eins zu eins ersetzen. Er ist kein Centerstürmer, seine Vorzüge liegen darin, aus der Tiefe zu kommen. Für Cacau müsste also einer der offensiven Mittelfeldspieler weichen - Thomas Müller, Mesut Özil oder Lukas Podolski. Und das ist nicht eben wahrscheinlich. Cacau bleibt gewohnt bescheiden: "Es geht nicht um mich, es geht um den Erfolg der Mannschaft."

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