Wo sich tagelang der Müll gestapelt hat, ist nun wieder alles sauber. Foto: Café´Weiß

Der Besitzer des Cafés Weiß beim Hans-im-Glück-Brunnen ist begeistert. Kaum hat unsere Zeitung über die stinkenden Müllberge an der Geißstraße berichtet, wurde der Unrat beseitigt. „Journalismus bewirkt doch was“, freut er sich.

Stuttgart - Das ging aber schnell! Seit vielen Tagen war nichts geschehen. An der Geißstraße, wenige Schritte vom Hans-im-Glück-Brunnen entfernt, wuchsen die Müllberge immer weiter. So „bestialisch“ habe es gestunken, berichtet Bernhard Weiß, der Besitzer des legendären Cafés Weiß, dass die Mieter seine Hause nicht mehr die Fenster zum Lüften öffnen konnte. Der Enkel des bekannten Stuttgarter Gastronomen Alois Weiß wandte sich ans Rathaus an, um sich über die Verwahrlosung im Ausgehviertel zu beschweren, wurde dort von einer Stelle zu anderen verwiesen. Schließlich rief Bernhard Weiß unsere Zeitung an und ist nun ganz begeistert, wie einflussreich allen Unkenrufen zum Trotz Journalismus sein kann.

Aufatmen bei den Anwohnern der Geißstraße

Kaum hatten wir am Donnerstag über die Aufregung im Quartier der Bars online berichten, herrscht Aufatmen an der Geißstraße im wahrsten Wortsinn. „Der Unrat ist verschwunden“, freut sich Bernhard Weiß. Er wisse allerdings auch nicht, wer die Müllhalde entsorgt hat. Im Viertel wird darüber spekuliert, ob der nicht bekannte Müllverursacher nach dem Artikel schnell gehandelt hat, bevor ihm eine Strafe dort. Die Betreiber des Kebab-Hauses, das sich in diesem Gebäude befindet, hatten die Verantwortung von sich gewiesen. Spekuliert worden war, ob eine nahe gelegene Shisa-Bar etwas mit dem Dreck und Gestank zu tun hat. Der Eigentümer Bernhard Weiß jedenfalls ist erleichtert und hat freut sich, dass Zeitungen noch immer Einfluss haben.

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