Sollte der Hund einen Giftköder gefressen haben, ist schnelles Handeln angesagt. Foto: dpa

Am Samstag hat eine Frau in Leinfelden-Echterdingen etwas entdeckt, das ihr Angst macht. Und nicht nur ihr. Es geht um einen Giftköder, den ihr Vierbeiner fast gefressen hätte. Wer etwas zur Verhaftung des Täters beitragen kann, wird belohnt.

Filder - Giftköder, die irgendwo auf Wiesen oder Feldern ausgelegt werden, sind der Albtraum eines jeden Hundehalters. Immer wieder berichten auch Bewohner der Filderebene – beispielsweise bei der Facebookgruppe Filder-Pinnwand – von Vorfällen. Und längst nicht alle gehen gut aus für den Hund.

Nun gibt es wieder einen solchen Fall auf den Fildern. Wie die Polizei am Wochenende mitgeteilt hat, hat sich eine Frau gemeldet, die einen Giftköder an einem Radweg bei der Schönbuchstraße in Leinfelden gefunden hat. Ihr Hund hatte ein Stück Wurst angeschleppt, das ihm die Halterin aber gerade noch abnehmen konnte. Es war mit einer blauen Substanz gefüllt und mit einem Faden zusammengebunden. Die Polizei bittet seither um Hinweise von Zeugen.

Eine Belohnung von 500 Euro

Auch die Tierschutzorganisation Peta hat sich mittlerweile eingeschaltet. Die Aktivisten setzen eine Belohnung von 500 Euro für Hinweise aus, die dazu führen, dass der Täter, der den Köder in Leinfelden ausgelegt hat, geschnappt wird. „Wir möchten helfen, den Unbekannten zu stoppen, bevor noch Vierbeiner verletzt oder sogar getötet werden“, sagt Judith Pein im Namen von Peta. Wie schwer es ist, wissen aber auch die Tierschützer. „Derartige Täter zu überführen, ist oft schwierig, da sie agieren, wenn sie sich unbeobachtet fühlen.“

Fakt sei, es handele sich dabei nicht um ein Kavaliersdelikt, Peta verweist auf den Paragraf 17 des Tierschutzgesetzes. Darin steht: Wer ein Wirbeltier ohne vernünftige Gründe tötet oder diesen „erhebliche Schmerzen oder Leiden“ zufügt, kann mit einer Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren belegt werden. Giftköder sind laut der Tierschutzorganisation aber nicht nur für Tiere lebensgefährlich, „sondern auch für Kinder“, so die Organisation.

Tipps für den Ernstfall

Peta verspricht für den entscheidenden Hinweis im Fall Leinfelden aber nicht nur eine Belohnung. Die Tierschützer geben zudem Tipps, was zu tun ist, wenn jemand vermutet, dass sein Tier einen Köder gefressen hat. Man müsse dann sofort einen Tierarzt aufsuchen, das Tier könnte an inneren Verletzungen qualvoll sterben, heißt es. Und das gehe schnell. Vergiftungserscheinungen sind: Erbrechen, Durchfall, starke Unruhe, Apathie, blasse oder porzellanfarbene Veränderungen der Schleimhäute, große Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfe. Bewusstlose Tiere sollten in die stabile Seitenlage gebracht werden.

  
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