Zehntausende feierten in Lateinamerika unter der Regenbogen-Fahne, dem Symbol des Kampfes für LGBT-Rechte. Foto: AFP

Während die Demonstration der schwul-lesbischen Community in Istanbul mit Tränengas und Wasserwerfern gestoppt wurde, fanden rund um Lateinamerika große Pride-Veranstaltungen statt.

Latein-Amerika - Zum Abschluss des Pride-Monats, der jedes Jahr weltweit in Juni verzeichnet wird, fanden in mehreren Ländern in Latein-Amerika große Pride-Paraden statt. Damit protestierten Zehntausende Schwule, Lesben, Bi- und Transsexuelle (LGBT) sowie deren Unterstützer gegen mangelnde Rechte – auf einer bunten, festlichen Weise.

In Peru, El-Salvador, Kolumbien, Costa Rica und Ecuador fanden große Pride-Paraden statt. Davon genießen LGBT in Kolumbien die meisten Rechte. In Peru, Costa Rica, Ecuador und El-Salvador gibt es keine legale gleichgeschlechtliche Ehe. In Ecuador ist diese per Verfassung seit 2009 veboten. Von der Adoption sind gleichgeschlechtliche Paare in Ecuador und Peru ausgeschlossen.

Erinnerung an den Aufstand

Die Pride-Paraden fanden am Samstag, 30. Juni und Sonntag, 1. Juli statt – dem Wochenende nach dem Erinnerungstag der Stonewall-Unruhen. In der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 gab es eine Polizei-Razzia auf den „Stonewall Inn“ Club in der Christopher Street in New York. Die anwesenden LGBT reagierten zum ersten Mal mit einem Aufstand.

Die gewalttätigen Ausschreitungen zwischen den Demonstranten und der Poliziei gelten als der Start des Kampfes für LGBT-Rechte weltweit. Am 28. Juni wird jedes Jahr den Stonewall-Ereignissen gedacht. Die Christopher Street Day (CSD) Parade, wie das Pride-Event in Deutschland heißt, ist ebenfalls nach Stonewall benannt. In Deutschland ist der 30. Juni außerdem ein besonderer Tag, weil vor genau einem Jahr in Deutschland die gleichgeschlechtliche Ehe gesetzlich verankert wurde.

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