Die Eigentümer von Galeria Kaufhof und Konkurrent Karstadt hatten vor einigen Wochen beschlossen, ihre beiden Warenhausketten zu verschmelzen. Foto: dpa

An diesem Freitag wollen Kaufhof und Konkurrent Karstadt ihren Fusionsdeal endgültig abschließen. Doch der Vollzug der Fusion wird von Querelen um die Lage beim Kaufhof überschattet. Was erste Konsequenzen hat.

Düsseldorf/Berlin - Der Warenhauskonzern Karstadt greift nach dem Zusammenschluss mit dem Konkurrenten Galeria Kaufhof im Top-Management durch. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur müssen alle Vorstände ihren Hut nehmen - mit einer Ausnahme. Die operative Führung des fusionierten Unternehmens wird Karstadt-Chef Stephan Fanderl übernehmen. Die freiwerdenden Posten im Top-Management bei Galeria Kaufhof sollen Karstadt-Leute besetzen.

Für den Chef von Galeria Kaufhof, Roland Neuwald, gibt es im Konzern keine Zukunft mehr, genauso wie für die Geschäftsführer Edo Beukema, Klaus Hellmich und Peter Herlitzius. Einzig Finanzchef Guido Mager bleibe auf seiner Position, hieß es im Umfeld des Unternehmens. „Der macht einen guten Job“, sagte eine mit den Vorgängen vertraute Person. Zuvor hatte die „Wirtschaftswoche“ über den Abgang von Neuwald berichtet.

Die Eigentümer von Galeria Kaufhof und Konkurrent Karstadt hatten vor einigen Wochen beschlossen, ihre beiden Warenhausketten zu verschmelzen. Das Kartellamt hat dem Deal bereits zugestimmt. Am Freitag soll das sogenannte Closing folgen, also der formale Abschluss des Deals.

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