Nikola Jelic (links) behauptet sich mit dem SVF in Neckarrems. Foto: Maximilian Hamm

Die Verbandsliga-Mannschaft des SV Fellbach um den Siegtorschützen Nikola Jelic setzt sich am Samstag in Unterzahl mit 2:1 beim VfB Neckarrems durch.

Fellbach - Es ist noch gar nicht so lange her, ein paar Wochen vielleicht, da hat der Coach Giuseppe Greco seine Fußballer vom SV Fellbach eine spezielle Übungsform trainieren lassen: das Spiel in Unterzahl. Die Aufgaben lauteten, den Ball nicht leichtfertig abzugeben und zu versuchen, den Gegner mit Ball vom eigenen Gehäuse fernzuhalten. Am Samstagnachmittag hat sich dieses Training bereits ausgezahlt. Die Gäste aus Fellbach gewannen ihr Spiel in der Verbandsliga beim VfB Neckarrems mit 2:1 (2:1), nachdem Timo Marx in der 42. Spielminute nach einem groben Foulspiel die Rote Karte gesehen hatte und später auch noch Nikola Jelic nach Gelb-Rot wegen wiederholten Foulspiels vom Rasenplatz gegangen war (83.). Zwar konnten auch die Gastgeber diese Begegnung nicht vollzählig beenden – Pero Mamic wurde ebenfalls mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen (75.) –, und doch sahen sich die Fellbacher Fußballer in diesem hitzigen Spiel nach ihrer 2:1-Führung vehementen Angriffen ausgesetzt. Sie bestanden bravourös und bejubelten am Ende lautstark ihren zweiten Auswärtserfolg, den vierten insgesamt in der Verbandsliga-Saison. „Das war ein Sieg des Willens, wir haben jedes Hindernis, das uns in den Weg gestellt worden ist, mit voller Leidenschaft genommen“, sagte Giuseppe Greco.

Der Trainer wechselte in der 64. Spielminute seinen Kapitän Koray Yildiz aus und begründete die Entscheidung damit, dass er mehr Zentimeter auf den Platz bringen müsse. Samuel Wehaus ist ja tatsächlich um einiges höher gewachsen als sein Mitspieler, und diese Zentimeter waren wertvoll für das Spiel des SV Fellbach: Immer dann, wenn die Gäste den Ball in der Abwehrreihe erobert hatten, spielten sie ihn auf den Kopf von Samuel Wehaus oder auch von Marcello Vulcano, die ihn dann weiterleiteten und in den eigenen Reihen hielten. Damit konnte die Mannschaft des SVF Zeit gewinnen in einem Spiel, das aus ihrer Sicht nicht enden wollte. Dabei hätte sie ihre Halbzeitführung schon früher ausbauen können. Zum Beispiel in der 72. Spielminute, als Nikola Jelic einen Elfmeter nicht verwandeln konnte. Oder wenig später, als Burak Sönmez nach einer Verlängerung von Samuel Wehaus freistehend scheiterte.

Den ersten Treffer für den SVF hatte vor den 250 Zuschauern ein Spieler des VfB Neckarrems erzielt: Nach einem Freistoß von Nikola Jelic köpfte der Kapitän Micha-Colin Läubin den Ball ins eigene Tor (18.). Nur zwei Minuten später gelang Carmine Pescione per Freistoß der sehenswerte Ausgleich. Doch die Gäste blieben aktiv und gingen erneut in Führung, als Nikola Jelic aus 20 Metern abzog und der Ball abgefälscht im Tor landete (30.). Wenig später waren sie in Unterzahl vermehrt mit Abwehrarbeit beschäftigt, lösten die Aufgabe aber mit etwas Glück – und mit der Erfahrung aus der Trainingseinheit, die gar nicht so lange zurückliegt. SV Fellbach: Gutsche – Plaste, Marx, Weiß, Hörterich (24. Miller/90. Strohm), Paterno, Yildiz (64. Wehaus), Sönmez, Jelic, Milojkovic (46. Njie), Vulcano.

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