Die Fellbacher bejubeln ihren ersten Treffer am Freitag und den Torschützen Burak Sönmez (Nummer 21). Foto: Patricia Sigerist

Die Mannschaft des SV Fellbach bezwingt die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach mit 3:0 und darf nach dem zweiten Erfolg in dieser Saison wieder Hoffnung schöpfen.

Fellbach - Heimsiege sind eine feine Sache für das Heimpublikum. Mitunter allerdings werden sie dem Stammgast viel zu lange vorenthalten. Augenzeugen erinnern sich an die Aufstiegsfreude nach dem 2:1-Erfolg der Fußballer des SV Fellbach in vertrauter Umgebung gegen die Akteure des TSV Schornbach.

Den Fellbacher Herbst verziert tatsächlich ein Fellbacher Heimsieg

Das war am 1. Juni – in der Landesliga. Seither – in der Verbandsliga – mussten Beteiligte und Besucher im Max-Graser-Stadion auf neuerlichen Grund zur Ausgelassenheit warten. Bis Freitagabend. Den Fellbacher Herbst verziert tatsächlich ein Fellbacher Heimsieg: Das Heimteam um den Trainer Giuseppe Greco hat vor den 410 Zuschauern in Feststimmung die TSG Hoherrnweiler-Unterrombach mit 3:0 bezwungen.

Fünf Spiele hatten die Fußballer des SV Fellbach nach der Sommerpause bereits im Stadion an der Esslinger Straße hinter sich. Fünf Heimspiele in der Verbandsliga: ein Punkt, kein Sieg. Eine weitere Niederlage, die achte in der laufenden Verbandsliga-Saison, konnten sie am Freitagabend vermeiden. Stattdessen durften sie den zweiten Erfolg nach dem Aufstieg feiern.

Nicht lange nach dem Wechsel gelang den nun sichtlich entkrampften Fellbachern gar der nächste Treffer

Dabei war die Unsicherheit nach dem für sie wenig erfreulichen Verlauf des Geschehens seit August nicht zu übersehen. Die Fellbacher konnten sich nur selten zielstrebig in Szene setzen, oft fanden die Bälle nicht zum Mitspieler. Torszenen waren die Ausnahme, allerdings auch auf der anderen Seite. Die beste Gelegenheit hatten die Gäste schon in der 3. Spielminute, als Daniel Rembold nach einem Eckstoß an die Latte köpfte. Der Tabellenletzte, der nun erst einmal nicht mehr Tabellenletzter ist, drängte lediglich dann nach vorne, wenn Jens Strohm oder Claudio Paterno couragiert vorangingen. Ersterer schoss zweimal drüber (10., 23.) und ging einmal unwiderstehlich durch, ohne einen Adressaten für seine Lieferung vorzufinden (28.). Letzterer leitete direkt vor der Pause die Führung ein. Nach Claudio Paternos Flanke brachte Burak Sönmez den Ball irgendwie über die Linie (45.).

Nicht lange nach dem Wechsel gelang den nun sichtlich entkrampften Fellbachern gar der nächste Treffer. Nach einer Ecke köpfte der eingewechselte Marcello Vulcano ein (52.). Die Mannschaft des SV Fellbach lag mit 2:0 vorn. Und sie blieb auch vorn, war nun besser als zu Beginn und besser auch als der Gegner. „Die Jungs wirken wie befreit. Jetzt ist mehr Zug dahinter, und der Ball läuft“, sagte der Stadionsprecher Siegfried Fleischmann. Das dritte Tor lag mehrfach in der Luft und fiel dann in der 79. Minute: Veljko Milojkovic war zum 3:0 für den SVF erfolgreich. Feststimmung zum Fellbacher Herbst im Fellbacher Stadion. SV Fellbach: Gutsche – Njie (83. Weiß), Marx, Hörterich, Paterno, Jelic (82. Plaste), Yildiz (51. Vulcano), Strohm (72. Dogan), Sönmez, Wehaus, Milojkovic.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: