Neue Hoffnung beim SV Fellbach: Veljko Milojkovic (rechts) will in der Verbandsliga nicht in die Knie gehen. Foto: Patricia Sigerist

Wie die Fellbacher den zweiten Erfolg in der Verbandsliga erzwingen: Der Aufsteiger arbeitet sich an das Niveau heran, das in dieser Spielklasse notwendig ist. Die Oeffinger wissen ihr Sami-Khedira-Stadion zu schätzen.

Fellbach - Vorne in der Verbandsliga ziehen die Fußballer der TSG Backnang davon. Sie haben noch gar nicht verloren seit dem Saisonstart am 9. August und bereits sieben Punkte Vorsprung. Im Ausnahmefall reicht dabei auch ein 1:0 wie am Samstag gegen den VfB Neckarrems. Mario Marinic trifft ja quasi immer. Auch mit 35, diesmal in der 49. Minute. Der Angreifer mit Regionalliga-Vergangenheit hat zehnmal mitgespielt und dabei zwölf Tore erzielt. Der SV Fellbach, für den Mario Marinic früher ebenso schon gegnerischen Abwehrspielern Rätsel aufgab wie für den TV Oeffingen, hat insgesamt erst 13 Treffer angesammelt. Drei davon allerdings sind am Freitagabend hinzugekommen, weshalb der Verbund um den Trainer Giuseppe Greco den letzten Platz dem Mitaufsteiger TSV Heimerdingen abtrat und überhaupt wieder etwas aussichtsreicher dasteht hinten in der Verbandsliga. Den ersten Heimsieg, den 3:0-Erfolg gegen die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach, haben die Fellbacher mit verändertem Plan erzwungen. Timo Marx stabilisierte mit seiner Erfahrung die Defensivbemühungen, die Offensivbemühungen teilten sich der Fleißarbeiter Samuel Wehaus und Veljko Milojkovic, der Torschütze zum 3:0. Burak Sönmez hatte den SVF mit seinem vierten Saisontor kurz vor der Pause in Führung gebracht, der eingewechselte Marcello Vulcano markierte kurz nach der Pause das 2:0. Der 23-Jährige, unser Spieler des Tages, hat sich herangearbeitet an das Niveau, das in dieser Spielklasse notwendig ist. Denn in dieser Spielklasse laufen ganz schön gute Leute herum. Leute wie Mario Marinic. Den besten gegnerischen Torschützen hatten die Innenverteidiger des TV Oeffingen beim 2:2 gegen den TSV Pfedelbach im Griff. Justin Bren und Mircea Mailat achteten am Sonntag sorgfältig auf Michael Blondowski, mit sieben Treffern Drittbester in der Rangliste der Angreifer in der Landesliga. Obwohl an seiner Stelle Julian Krämer und Marco Rehklau für die Platzherren trafen, hat sich der 20-jährige Oeffinger Verteidiger Justin Bren mit einer mehr als ordentlichen Abwehrleistung den Titel Spieler des Tages verdient. Eine Ursache dafür, dass sich der Tabellenvierte anfangs schwertat und mit 0:2 zurücklag, hat der Trainer Haris Krak schon auch ausgemacht: Der Untergrund war nicht so klasse. „Der Sportplatz in Pfedelbach ist arg holprig. Kein Vergleich zu unserem Rasen im Sami-Khedira-Stadion.“ Auf solche Umstände müsse man sich im Kopf einstellen, sagte der TVOe-Übungsleiter. „Und das hat bei uns ein bisschen lange gedauert.“ Doch nicht nur der TVOe hat sich in Pfedelbach schwergetan. Das ist auch dem Oberligisten TSV Ilshofen so ergangen, der beim TSV Pfedelbach in der dritten Runde des württembergischen Pokalwettbewerbs mit 1:2 unterlag. Zumindest im Pokal läuft es für das in der Landesliga noch sieglose Schlusslicht aus dem Hohenlohe-Kreis. Nach dem 2:1-Achtelfinalerfolg daheim gegen den VfL Nagold steht der TSV Pfedelbach im Viertelfinale. Ebenso wie der FV Löchgau, nächster Gegner des TVOe am Sonntag, 15 Uhr, auf dem gepflegten Grün des heimischen Tennwengerts.

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