Jamie Miller will sich mit dem SVF in der Verbandsliga zurechtfinden. Foto: Patricia Sigerist

Eine Niederlage wie ein Niederschlag: Nach dem 1:4 bei der TSG Tübingen erwartet der Vorletzte SV Fellbach an diesem Samstag die Gäste vom FC Wangen in der Verbandsliga.

Fellbach - Nein, Adrian Philipp war vor einer Woche nicht sehr angetan von dem, was er da auf dem vertrauten Grün im Allgäu zu sehen bekam. Der von ihm angeleitete Teil der Männer mit Fußballschuhen musste sich gegen den Tabellenletzten TSV Heimerdingen mit einem 4:4-Unentschieden begnügen. „Wir müssen ganz viel ändern, ansonsten reicht es für die Verbandsliga nicht“, sagte der Trainer des FC Wangen. Der Verbund um den zweifachen Torschützen Okan Housein steht mit seinen 13 Punkten als Tabellenzwölfter so schlecht aber gar nicht da – im Vergleich zum SV Fellbach allemal. Das Team um den Vordenker Giuseppe Greco hat erst sieben Zähler zusammengekratzt, findet sich so nebst dem Mitaufsteiger TSV Heimerdingen ganz unten im Klassement. Die Fellbacher, diese Aussage lässt sich getrost weiterverwenden, müssen ganz viel ändern, ansonsten reicht es gewiss nicht für die Verbandsliga. Zuallererst brauchen sie an diesem Samstag, 15.30 Uhr, einen dritten Saisonsieg – eben gegen den Tabellenzwölften FC Wangen.

Zuletzt hat die Mannschaft des SV Fellbach zum achten Mal verloren seit dem Ligastart am 10. August. Die 1:4-Niederlage bei der TSG Tübingen war eine Art Niederschlag, nachdem der Abstiegskandidat davor gegen die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach (3:0) zur Abwechslung mal wieder eine Runde für sich entschieden hatte. „Wir waren ziemlich naiv in Tübingen, zu unbeholfen, nicht geradlinig genug“, sagt Giuseppe Greco, der heftig verschnupft ist. Aus gesundheitlichen Gründen; der 39-Jährige quält sich durch die Woche. Der Patient liegt nicht im Bett, er geht unerschütterlich voran und will so auch ein Zeichen setzen. Die Mannschaft ist ebenfalls arg angeschlagen. Auf höherem Niveau hat sie sich bis dahin nicht zurechtfinden können; zumindest nicht in dem Maße, wie das für den Ligaverbleib erforderlich wäre. Dazu ist sie jetzt auch sonst in angegriffener Verfassung. Veljko Milojkovic und Ibrahim Njie müssen, weil krank daheim, auf sportliche Bemühungen verzichten; bei Nikola Jelic besteht noch ein wenig Hoffnung auf rechtzeitige Genesung vor dem Anpfiff im Max-Graser-Stadion. Ungewiss ist wegen verschiedener Blessuren auch das Mitwirken von Jens Strohm, Samuel Wehaus, Eldin Sadikovic und Schlussmann Philipp Gutsche.

Wieder mit im Team nach seiner Verletzungspause ist derweil Jamie Miller. Mit ihm und mit allen, die er an diesem Samstag samt Sporttasche begrüßen kann, strebt der mitgenommene Trainer des Tabellenvorletzten den zweiten Heimsieg an. „Wir wollen den Anschluss herstellen“, sagt Giuseppe Greco. Den Anschluss an die bis dahin schon etwas Besseren, den Anschluss an den FC Wangen zum Beispiel. Dafür allerdings müssen die Fellbacher auch in lädiertem Zustand ganz viel ändern. Ansonsten, das ist offenkundig, reicht es nicht für die Verbandsliga. SV Fellbach: Gutsche (Haug) – Marx, Plaste, Hörterich, Paterno, Yildiz, Strohm (Jelic), Miller, Sönmez, Vulcano, Dogan (Wehaus).

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