Timo Marx (rotes Trikot) muss nun daheim bleiben. Foto: /Alexander Keppler

Leon Braun und Timo Marx müssen von ihrem Mitwirken Abstand nehmen, die Verbandsliga-Fußballer des SV Fellbach unterliegen personell eh schon stark geschwächt beim Titelanwärter SSV Ehingen-Süd mit 0:3.

Ehingen - Die Ausgangslage an diesem Samstag, nun ja, gab aufseiten der Gäste wenig Anlass zu positiver Herangehensweise. Samt all den Verletzten im Kader mussten auch noch Leon Braun und Timo Marx, zwei der drei Kapitäne neben Koray Yildiz, von ihrem Mitwirken Abstand nehmen. Beide sind nach einem Corona-Befund in Quarantäne. Der Ausgang der Verbandsliga-Begegnung beim SSV Ehingen-Süd spiegelte denn auch die Ausgangslage. Die Fußballer des SV Fellbach blieben bei ihrer 0:3-Niederlage zwar keineswegs ohne Torchancen, aber doch ohne Siegchance nach einer zu schwachen Vorstellung in der ersten Spielhälfte. „Wir waren zu viel mit uns selbst beschäftigt“, sagte der Cheftrainer Fatih Ada.

Zwei Coronafälle, und Personalprobleme hat der SV Fellbach ohnehin schon

Leon Braun wies Ende der vergangenen Woche wie Timo Marx leichte Krankheitssymptome auf. Beide verzichteten nach Absprache mit dem Sportlichen Leiter Ioannis Tsapakidis auf die Teilnahme am Training und unterzogen sich ohne weiteren Kontakt zu den Teamgefährten einem Coronatest, der im einen wie im anderen Fall positiv ausfiel. „Sie haben sich in der Situation vorbildlich verhalten“, sagt Ioannis Tsapakidis. Weil Leon Braun und Timo Marx lange genug ohne Nähe zu den Mitspielern waren, mussten all die anderen nach wie vor Ungeimpften nicht in häusliche Isolation. Andernfalls hätte Fatih Ada in seiner Mannschaft gar nicht mehr genügend Akteure vorgefunden, die in Ehingen hätten auflaufen können und dürfen. Nunmehr musste er zwar nicht beim zweiten Verbund des Vereins um Unterstützung bitten, das Aufgebot war mit 15 Kräften aber ein überaus kleines. Und vor allem: Leon Braun, der eigentlich gar nicht zu ersetzen ist, fehlte und fehlt noch etwas länger. Ebenso Timo Marx, erfahrener Stabilisator an sich in einem derzeit noch zu oft instabilen Gefüge.

Der SSV Ehingen-Süd war schon zur Pause vorentscheidend im Vorteil

Die Verbliebenen – mit sieben Leuten in der Startelf, die im Juni 2019 den Aufstieg aus der Landesliga geschafft hatten – waren und sind in dieser Zusammenstellung eher nicht stark genug, um einen Titelanwärter in der Verbandsliga wie den SSV Ehingen-Süd aufhalten zu können. Zwar konnten sie in der zweiten Hälfte Paroli bieten und hatten ihrerseits reichlich Torgelegenheiten. Aber das Spiel war zu diesem Zeitpunkt bereits so gut wie entschieden. Filip Sapina (34.) und Janis Peter (43.) hatten dem Gastgeber vor der Pause eine 2:0-Führung beschert.

Und danach brauchte es trotz der Vielzahl an Chancen auch für den SV Fellbach schon etwas Fantasie, um sich eine Wendung des Geschehens vorstellen zu können. Nur ein Treffer fiel noch, der eingewechselte Narciso Filho vergrößerte den Vorteil des SSV Ehingen-Süd (64.). Und hinterher befand Fatih Ada mit Blick auf die durchaus couragierte Vorstellung in der zweiten Spielhälfte: „Wir hätten auch besser verlieren können.“ Gewinnen war am Samstag schwerlich drin. SV Fellbach: Gutsche – Jelic, Müller, Weiß, Hörterich (53. Hofmeister), Jäkel, Zimmermann (80. Yüksek), Yildiz (59. Binner), Parharidis, Ferati, Miller.

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