Nach den Stromausfällen im japanischen Katastrophenreaktor Fukushima kämpft der Betreiber mit neuen Problemen: Rund 13.000 Tonnen hoch radioaktiv verseuchtes Wasser müssen aus einem Tank gepumpt werden, weil daran ein Leck vermutet wird

Tokio - Nach den Stromausfällen im japanischen Katastrophenreaktor Fukushima kämpft der Betreiber mit neuen Problemen: Rund 13.000 Tonnen hoch radioaktiv verseuchtes Wasser müssen aus einem Tank gepumpt werden, weil daran ein Leck vermutet wird, wie die Betreiberfirma Tepco am Samstag in Tokio mitteilte. Nur geringe Mengen davon seien aber wahrscheinlich ins Erdreich eingedrungen.

Mit dem Wasser wurden vor zwei Jahren die geschmolzenen Reaktorkerne gekühlt, nachdem ein Erdbeben und ein Tsunami das Strom- und Kühlsystem des Kraftwerks zerstört hatten. Auf dem Gelände lagern inzwischen insgesamt 270.000 Tonnen hoch radioaktiv verseuchtes Wasser in Hunderten riesigen Tanks. Bis 2015 werden weitere gigantische Mengen dazu kommen, so dass schon jetzt Hunderte weitere Bassins in Planung sind.

Bis heute kämpft die Region mit den Folgen der ausgetretenen Radioaktivität. Viele Orte um Fukushima sind wegen der Strahlung noch immer nicht bewohnbar, 160.000 Menschen mussten umsiedeln. Erst am Freitag war erneut an einem Reaktor die Kühlung für die Brennstäbe ausgefallen.

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