221 FSME-Erkrankungen wurden 2018 bereits gemeldet. Foto: dpa

Die Zahl der FSME-Erkrankungen durch Zecken-Bisse im Südwesten ist bereits im August so hoch, wie im gesamten Vorjahr. Grund dafür sind auch die warmen Temperaturen.

Stuttgart - Seit Anfang des Jahres sind mehr Menschen in Baden-Württemberg an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) erkrankt als im gesamten Jahr 2017. Die Virusinfektion wird durch Zeckenbisse übertragen. Wie das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mitteilte, wurden 2018 bisher 221 FMSE-Erkrankungen gemeldet. 2017 erkrankten insgesamt 195 Menschen. Die Infektion kann Hirnhautentzündungen sowie Lähmungen auslösen und bis zum Tod führen.

Baden-Württemberg und Bayern gelten als Risikogebiete

Die meisten Erkrankungen wurden im Juni 2018 mit 85 Fällen gemeldet. Seitdem sinkt die Zahl der Fälle. Im August wurden bisher 25 Erkrankungen gemeldet. Doch die Zeckenaktivität ist noch nicht vorbei. Die Ansteckungsgefahr sei weiterhin hoch, warnt eine Sprecherin des Landesgesundheitsamts. Die Fallzahlen dieses Jahr werden voraussichtlich weiter steigen.

Die warmen Temperaturen bieten optimale Bedingungen für die kleinen Tiere. Das gründliche Absuchen des Körpers nach einem Tag im Freien sei laut Landesgesundheitsamt unentbehrlich. Baden-Württemberg und Bayern gelten als Risikogebiete für FMSE-Infektionen.

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