Böser Dämpfer schon im zweiten Saisonspiel: Frisch-Auf-Trainer Magnus Andersson. Foto: Baumann

Es sollte vieles besser werden in der neuen Saison in der Handball-Bundesliga. Doch bereits das zweite Auswärtsspiel von Frisch Auf Göppingen bereitet Grund zur Sorge. Trainer Magnus Andersson ist nach dem 27:28 in Gummersbach stinksauer.

Gummersbach - Erste Saisonniederlage für Frisch Auf Göppingen: Der Handball-Bundesligist verlor beim VfL Gummersbach mit 27:28 (13:16). Dabei lag der EHF-Pokal-Sieger nach einer unterirdischen Vorstellung in der 47. Minute noch mit 17:26 in Rückstand. Erst dann wachte Frisch Auf auf, kam gegen den völlig platten und zunehmend verunsicherten Gegner aber nicht auf mehr als ein Tor heran. Es spricht für die Verantwortlichen, dass sie in ihren Stellungnahmen auf die Aufholjagd erst gar nicht eingingen: „Ich bin stinksauer über unsere Leistung. Nach unserer 5:3-Führung haben wir sehr viele Probleme in der Abwehr gehabt, weil wir zu viele einfache Fehler in der Defensive gemacht haben“, schimpfte Trainer Magnus Andersson. Und der Sportliche Leiter Christian Schöne ergänzte: „Was wir hier gezeigt haben, ist weit von dem entfernt, was unsere Mannschaft spielen kann.“ Beste Werfer der Grün-Weißen vor 2487 Zuschauern in der Schwalbe-Arena waren Marcel Schiller (6/5), Daniel Fontaine (5), Adrian Pfahl und Jens Schöngarth (je 3).

Kapitän Sesum völlig außer Form

Es lag jedoch nicht nur an der löchrigen Abwehr, dass Frisch Auf nichts Zählbares aus dem Oberbergischen mitbrachte. Auch im Angriff scheiterte man immer wieder an VfL-Keeper Carsten Lichtlein, der seine Gegenüber Primoz Prost und Daniel Rebmann (19. bis 30. Minute) ausstach. Besonders auffallend: Der neue Kapitän Zarko Sesum läuft seiner Form hinterher. Auch Zugang Allan Damgaard konnte keine Akzente setzen. „Wir haben 45 Minuten katastrophal gespielt, dann ist uns die Zeit weggelaufen“, sagte Rückraumspieler Daniel Fontaine. Der Auftritt erinnerte über weite Strecken an die oftmals kläglichen Göppinger Vorstellungen in der vergangenen Bundesligasaison. Die nächste Möglichkeit, es besser zu machen, bietet sich am 14. September (19 Uhr) bei GWD Minden. Es ist das dritte Auswärtsspiel hintereinander. Erst dann folgt der Heimspiel-Doppelpack in der EWS-Arena gegen den TBV Lemgo (21. September, 19 Uhr) und den Nachbarn TVB 1898 Stuttgart (24. September, 12.30 Uhr).

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