Laut Friedrich Merz befeuert die Corona-Krise die Vorstellung eines Lebens ohne Arbeit. Foto: picture alliance/dpa/Michael Kappeler

Friedrich Merz verleiht in einem Interview seiner Sorge Ausdruck, dass sich viele Deutsche in der Corona-Krise an ein Leben ohne Arbeit gewöhnen könnten. Besonders forderte er von Lehrern ein, dass diese zur Arbeit erscheinen müssten.

Berlin - Der CDU-Politiker Friedrich Merz ist besorgt darüber, dass sich wegen der Corona-Krise zu viele Deutsche an ein „Leben ohne Arbeit“ gewöhnen könnten. „Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir uns nicht alle daran gewöhnen, dass wir ohne Arbeit leben können“, sagte Merz, der auf dem Parteitag im Dezember für den CDU-Vorsitz kandidieren will, am Sonntagabend der Internetsendung „Bild live“. „Wir müssen zurück an die Arbeit.“

Vor allem die Situation in den Schulen betrachtet er mit Sorge. „Es bleiben einfach zu viele Lehrer zuhause“, warnte Merz. Er befürworte den Kurs der schleswig-holsteinischen Bildungsministerin Karin Prien (CDU), die sich sehr rigoros dafür einsetze, dass die Lehrer, die nicht ernsthaft erkrankt sind, in die Schule kommen müssten. „Wir brauchen das System Schule - das muss funktionieren, auch in Corona-Zeiten“, sagte Merz.

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: