Lenkt die Freie Kunstschule Stuttgart: Rektor Martin R. Handschuh Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Am 25. Mai kann auch in den Freien Kunstschulen der Präsenzbetrieb offiziell wieder starten. Martin R. Handschuh bleibt derweil bei seiner Kritik am Kultusministerium – die Lage sei zu lange unklar gewesen.

Stuttgart - Wie von den „Stuttgarter Nachrichten“ berichtet, ermöglich die Fortschreibung der Corona-Verordnung durch den Lenkungskreis der Landesregierung von kommenden Montag an auch wieder ausdrücklich den Lehrbetrieb der Freien Kunstschulen. „Die Entwicklung des Infektionsgeschehens und das verantwortungsvolle Verhalten der Bevölkerung im Ganzen sowie der an Musik- und Kunstschulen wirkenden Künstlerinnen und Künstler im Speziellen lassen nun weitere Lockerungen zu“, begründet die zuständige Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU).

FKS-Rektor Handschuh widerspricht Kultusministerium

Derweil widerspricht Martin R. Handschuh, Rektor der Freien Kunstschule Stuttgart, Äußerungen des Kultusministeriums, ein Lehrbetrieb sei bereits seit 6. Mai möglich gewesen. „Es ist unrichtig“, sagt Handschuh, dass man „seit 6. Mai durch die ausdrücklich für Musik- und Jugendkunstschulen geltende Verordnung den Präsenzbetrieb hätten aufnehmen dürfen“. „Zumindest“, so Handschuh weiter, „wurde eine mögliche analoge Anwendung nicht mitgeteilt“. Er habe sich „mit exakt dieser Frage“ auch an Ministerialdirektor Michael Föll gewandt, zudem „das Ordnungsamt der Stadt Stuttgart mit der rechtlichen Prüfung dieser Frage betraut“. Das Ergebnis? Der Präsenzbetrieb könne nicht gestattet werden.

Eisenmann dankt für Engagement aller

Die Fortschreibung der Corona-Verordnung beendet nun alle Unsicherheit. Gruppenunterricht für bis zu zehn Personen ist erlaubt. Und Ministerin Eisenmann dankt: „Wir konnten diese Lockerungen nur vornehmen, weil die Einrichtungen die Abstands- und Hygienevorgaben verantwortungsvoll umgesetzt haben.“

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