Max Verstappen flüchtet beim Großen Preis der Formel 1 von China aus seinem qualmenden Toro Rosso. Foto: dpa

Beim Großen Preis von China läuft für die ehemals erfolgsverwöhnten Formel-1-Rennstall Red Bull gar nichts nach Plan. Wie auch beim Bruderteam Toro Rosso streiken die Renault-Motoren.

Schanghai - Christian Horner ist nicht dafür bekannt, dass er stets mit einem Lächeln durch die Boxengassen flaniert. Der Formel-1-Teamchef von Red Bull gilt eher als zurückhaltender Zeitgenosse. Dennoch verrät ein Blick in das Gesicht des 41 Jahre alten Engländers seine Gemütslage. Und um die scheint es, das lassen zumindest die herunterhängenden Mundwinkel Horners in diesen Tagen erahnen, nicht zum Besten bestellt.

Im Gegenteil, der Teamchef ist angesäuert. Sein Rennstall fährt nur noch hinterher. Der Grund: Die von Renault gelieferten Motoren der Roten Bullen sind ins Stottern geraten – wenn sie überhaupt mal laufen. Wie beim Großen Preis von China. In Schanghai musste Daniiel Kwjat sein Auto bereits in Runde 16 abstellen. Motorschaden. Auch Teamkollege Daniel Ricciardo hatte mit Getriebeproblemen zu kämpfen.

„Es hapert noch gewaltig“

„Es hapert noch gewaltig“, gibt auch Red-Bull-Motorsportdirektor Helmut Marko zu. Wobei diese Aussage die Situation im Team noch gelinde ausdrückt. Fakt ist nämlich: Seit der Umstellung auf Turbomotoren in der vergangenen Saison ist Red Bull ein Schatten seiner selbst.

Zwar fuhr Daniel Ricciardo im Vorjahr noch drei Siege für die Österreicher ein, doch inzwischen reicht es gerade noch so in die Punkteränge. Wie eben in Schanghai: Da kam der Australier, der in diesem Jahr bereits mit Motor Nummer drei fährt, nur auf Platz neun. Zu wenig für das einstige Topteam, das in der Konstrukteurswertung zurzeit lediglich Fünfter ist.

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