Was ist Pinsa und wo ist der Unterschied zwischen Pinsa und Pizza? Foto: Ratov Maxim/Shutterstock

Pizza, Pasta, Parmesan: Die italienische Küche hat schon zahlreiche leckere Klassiker hervorgebracht. Jetzt hält ein vermeintlich neues Gericht auch in Deutschland Einzug: die Pinsa. Doch was ist Pinsa und wo liegt der Unterschied zur klassischen Pizza?

Die Pizza ist wahrscheinlich der beliebteste kulinarische Klassiker Italiens. Doch nun wird ein anderer Teigfladen immer bekannter: Die Pinsa. Der Trend ist bei uns zwar ganz neu, die Italiener kennen und lieben die Pinsa allerdings bereits seit hunderten von Jahren. Auf den ersten Blick kann man kaum einen Unterschied zwischen Pinsa und Pizza erkennen – und doch sind es zwei eigenständige Gerichte.

Der neue Trend: Was ist Pinsa?

Die Pinsa - auch Pinsa Romana genannt - war bereits im antiken Rom typisch für die römische Küche und wurde, wie auch heute noch, in Trattorien serviert. In früheren Zeiten wurde die Pinsa oft ganz rustikal auf einem Schneidbrett serviert, mit Fleisch und Käse – als Brotersatz quasi. Heutzutage sind Varianten angesagt, die oft ähnlich wie Pizza belegt sind, etwa mit Tomaten, Mozzarella oder Schinken.

Im alten Rom wurde die Pinsa aus verschiedenen Getreidesorten zubereitet, vermischt mit Wasser und Salz. Erste Hinweise auf solch ein Gericht finden sich bereits im VII. Buch von Aeneid von Virgil aus dem 1. Jahrhundert nach Christus.

Ihren Namen hat die Pinsa vom lateinischen Wort „pinsere“, was so viel heißt wie zerquetschen oder zerdrücken und sich auf das zerdrückte Getreide bezieht, das zur Herstellung verwendet wurde. Bis heute orientieren sich Pinsa-Bäcker an traditionellen Rezepten und Zutaten. Für die Verwendung werden Weizenmehl, Reismehl und Sojamehl verwendet sowie Hefe, Salz, Öl und Wasser. Während das Sojamehl den Teig schön fest machen soll, ist das Reismehl für die Leichtigkeit verantwortlich und der entstehende Sauerteig garantiert die lockere Textur und die Bekömmlichkeit.

Der größte Unterschied zwischen Pinsa und Pizza liegt aber darin, dass der Pinsa-Teig sehr lang geht: Bis zu 120 Stunden ruht der Teig im Kühlschrank, mindestens aber 24 Stunden. So soll er vollständig aufgehen und die Pinsa wird besonders bekömmlich und leicht verdaulich, weil es im Magen nicht mehr zu Gärungsprozessen kommt.

Gebacken wird die Pinsa meist in Metallpfännchen. Oft wird sie als länglicher Fladen geformt, was vermutlich auf ihre ursprüngliche Bestimmung als Brotersatz zurückzuführen ist. Erst nach dem Backen wird die Pinsa belegt. Von der „bianco“-Variante (lediglich mit Käse) bis hin zu Kombinationen mit Kräutern, Käse und Fleisch sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt.

Der Unterschied zwischen Pinsa und Pizza

Der Unterschied zwischen Pinsa und Pizza liegt also in den verwendeten Zutaten und in der Zubereitung. Die Pizza besteht lediglich aus Weizenmehl, Hefe, Wasser, Salz und etwas Öl. Der Teig geht meist nur eine Stunde, bevor er ausgerollt und gebacken wird. Außerdem wird die Pizza im Gegensatz zur Pinsa meist direkt mit den Zutaten gebacken.

Lesen Sie auch:

Hat Ihnen der Artikel gefallen? Jetzt teilen: