Großer Andrang bei der Abschiedsfeier des Fluxus. Foto: Lichtgut/Julian Rettig

Abschied nehmen tut weh – aber es kann auch Spaß machen. Bei der Fluxus-Closing-Party der alternativen Einkaufszeile in der Calwer Passage am Samstag feierten zahlreiche Stuttgarter das Ende des gelungenen Experiments.

Stuttgart - Auf drei Festen gleichzeitig tanzen? Die Fluxus-Closing-Party machte es möglich. Auf dem bestens besuchten Abschiedsfest der alternativen Einkaufszeile in der Calwer Passage gab es nicht nur Cocktails und Schmankerl in Pop-Up-Bars oder präsentierten Künstler im „KunstrAumtext_Fluxus“ Werke und Performances – Marie Lienhard ließ etwa per Virtual Reality über Stuttgart fliegen.

Die leeren Läden, Dach und Passage wurden auch zum Dancefloor: Überall legten DJs auf, in die Mucke vom einstigen La Pour La, Mademoiselle YeYe sowie Weingut Stuttgart konnte man sich per Funkkopfhörer in House, Tribe, Soul, 80s, Rap oder Hip-Hop einklinken. „Die Idee der Kopfhörerparty stand schon auf meiner ersten Liste fürs Fluxus. Nun haben wir es am Ende realisiert“, so Fluxus-Initiator Hannes Steim.

Mit 17 kleinen regionalen Händlern und Gastronomie bot er Alternativen zu den großen Handelsketten. Was auf drei Monate angelegt war, sollte dreieinhalb Jahre dauern. „Klar war allen, dass der Bau neben dem denkmalgeschützten Glasdach mal abgerissen wird.“ Er danke Besitzer Ferdinand Piech, Sohn des Ex-Porsche-Großaktionärs und VW-Aufsichtsratsvorsitzenden, dass er sich auf das Experiment eingelassen habe. „Das es vorbei ist, ist ok“, so Steim. Er segle erst einmal, bevor er Neues beginne. „Kein Fluxus II, das hier war einzigartig.“

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