Wer viel im Homeoffice gearbeitet hat, für den könnte sich Achtsamkeit bei der Steuererklärung auszahlen. (Symbolbild) Foto: picture alliance / dpa/Oliver Berg

Das Finanzministerium will Steuerzahler entlasten, die während der Corona-Pandemie im Homeoffice gearbeitet haben. Eine Pauschale soll das regeln – wobei Bund und Länder sich noch abstimmen müssen.

Berlin - Steuerzahler sollten ihre Arbeit im Homeoffice nach Angaben des Bundesfinanzministeriums von der Steuer absetzen können. Das Ministerium „ist der Ansicht, dass der bestehende Rahmen es zulässt, das Homeoffice melden zu können“, sagte am Montag eine Ministeriumssprecherin in Berlin. „Wir sehen die Rechtslage so, dass man das geltend machen kann.“ Bund und Länder müssten sich allerdings noch über die genauen Regelungen einigen. 

Hessens Finanzminister Michael Boddenberg (CDU) und Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) hatten am Wochenende eine Initiative zur Absetzbarkeit der Arbeit im Homeoffice im Finanzausschuss des Bundesrates angekündigt. Sie schlagen vor, dass für jeden vollen Tag im Homeoffice ein Pauschalbetrag von fünf Euro als Werbungskosten abgezogen werden kann - bis maximal 600 Euro im Jahr.

Pauschale nicht an besondere Voraussetzungen gebunden

Die Arbeit zu Hause bringe zwar in aller Regel viele Vorteile mit sich, wie beispielsweise ersparte Fahrtkosten und -zeit, erklärten die Unionspolitiker. Jedoch entstünden auch zusätzliche Kosten, die nach den aktuellen steuerlichen Regelungen unter Umständen nicht abgezogen werden können. „Wir möchten deshalb, dass die Zusatzkosten durch Homeoffice unbürokratisch bei der Einkommensteuer geltend gemacht werden können“, erklärten Boddenberg und Füracker. 

Ihre Pläne sehen nach Angaben ihrer Ministerien vor, dass keine besondere Voraussetzungen für den heimischen Arbeitsplatz erfüllt werden müssen, um die Pauschale zu erhalten. Es soll demnach keinen Unterschied machen, ob jemand am Küchentisch, in einer Arbeitsecke oder in einem getrennten Raum arbeitet.

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