RTL zeigte am Freitagabend das Finale der Action-Sendung „Ninja Warrior Germany“. Foto: Lena Hummel

Kim Marschner aus Schorndorf hatte im großen Finale der RTL-Sendung Ninja Warrior Germany lange die Nase vorne. Am Ende reichte es nur für Platz zwei. Ein anderes bekanntes Gesicht aus Stuttgart war ihm dicht auf den Fersen. Wir haben mit den Kandidaten gesprochen.

Stuttgart - Fast hätte es Kim Marschner aus Schorndorf (Rems-Murr-Kreis) geschafft. Fast wäre er der beste Athlet bei „Ninja Warrior Germany“ gewesen. Fast hätte er sich als „Last Man Standing“ 25.000 Euro gesichert. Fast. Wäre da nicht Alexander Wurm gewesen. Als viertletzter Kandidat toppte er Marschners Leistung im großen Finale der Action-Sendung. Für den Titel „Ninja Warrior Germany“ hat es aber auch bei dem 22- Jährigen nicht gereicht. Er schaffte es zwar bis zum Mount Midoriyama, dem letzten Hindernis im Finalparcours, scheiterte aber aufgrund der vorgegebenen Zeit.

Bei der Action-Sendung „Ninja Warrior Germany“ müssen die Teilnehmer unterschiedliche Hindernisparcours in Vorrunde, Halbfinale und Finale durchlaufen, um am Ende den 20 Meter hohen Mount Midoriyama zu erklimmen. Wer das in einer vorgegebenen Zeit und schneller als alle anderen schafft, gewinnt 300.000 Euro und wird „Ninja Warrior Germany“. Schafft es niemand ins Ziel, gewinnt der Kandidat, der am weitesten gekommen ist, 25.000 Euro und sichert sich den Titel „Last Man Standing“.

Freundschaftlicher Konkurrenzkampf zwischen Hans und Marschner

Marschner, der als Erster in die letzte Finalrunde startete, ist nach dem Finale stolz und enttäuscht zugleich: „Ich bin echt froh, dass ich so weit gekommen bin, ärgere mich aber gleichzeitig auch.“ Der 20- Jährige gönnt Wurm den Sieg, gibt aber zu: „Natürlich hofft man, dass man selbst ‚Last Man Standing’ wird.“ Speziell für die Action-Sendung will Marschner trotzdem nicht trainieren. Er bouldere jetzt schon 25 bis 30 Stunden pro Woche, da sei einfach keine Zeit für Zusatztraining. Aber der Konkurrenzkampf mit Kletterkumpel und Ninja-Konkurrent Moritz Hans sporne Marschner an, noch besser zu werden.

Auch Moritz Hans bestätigt: „Kim hat mich schon immer so ein bisschen als Trainingspartner und Konkurrenten gesehen und deshalb läuft da immer so ein Battle zwischen uns.“ Moritz Hans sicherte sich in der vergangenen Staffel den Titel „Last Man Standing“. In Staffel drei reichte es nur für den dritten Platz hinter Marschner. Der habe Hans in letzter Zeit bei einigen Kletterwettkämpfen gezeigt, wo es langgehe. „Da wollte ich natürlich auch mal wieder derjenige sein, der weiter vorne ist“, gibt der 22-Jährige zu. Trotzdem sei jeder für seine eigene Leistung verantwortlich.

Der Parcours ist die Konkurrenz

Leon Layer aus Winnenden (Rems-Murr-Kreis) scheiterte in der ersten von insgesamt vier Finalrunden. Auch Marvin Mitterhuber aus Stuttgart und Karim El Azzazy aus Fellbach (Rems-Murr-Kreis) schafften es nicht über die erste Runde hinaus. Enttäuscht sind sie trotzdem nicht: „Unter den Top 28 zu sein, tut schon gut“, sagt El Azzazy. Und verspricht: „Bis zum nächsten Jahr werde ich auf jeden Fall versuchen, an einer festen Stange einarmig zu hängen.“ Denn daran ist er im Finale der Action-Sendung gescheitert.

Marvin Mitterhuber sagt über sich selbst, dass er in der Action-Sendung nie wirklich ehrgeizig war. Er habe nicht damit gerechnet, als Sieger aus dem Wettkampf zu gehen. „Ich glaube, wenn man zu verbissen an so etwas rangeht, ist man am Ende nur enttäuscht.“ Die anderen Kandidaten habe der Stuttgarter nicht als Konkurrenz gesehen. „Die Konkurrenz ist der Parcours.“

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