Die Jugendräte (v.l.) Midori Saleh. Florian Wußmann und Christin Sage ermuntern Jugendliche, für den Jugendgemeinderat zu kandidieren. Foto: Otto-H. Häusser

Die Jugendräte Midori Saleh, Christin Sage und Florian Wußmann schauen auf ihre zu Ende gehende Amtszeit zurück. Ihren Nachfolgern wünschen sie Mut, Engagement und einen Schuss Frechheit.

Filderstadt - Das neue Projekt des Jugendgemeinderats heißt Freaky Friday. Es startet zum Ende der jetzigen Amtszeit am 27. Oktober. Jede Woche wird es freitags eine Party in der Discothek Hot Spot in Bernhausen geben Jeder vierte dieser Freaky Fridays wird vom Jugendgemeinderat (JGR) veranstaltet.

Schon Anfang Oktober beginnt die Werbung für den neuen Jugendgemeinderat Filderstadt. Die Wahl der 14- bis 18-Jährigen findet vom 4. bis 9. Dezember statt. Das Ziel ist es, möglichst viele Kandidaten zu gewinnen.

Jugendräte rühren Werbetrommel

Deshalb wollen die scheidenden Jugendräte Midori Saleh, Christin Sage und Florian Wußmann, die zweimal in den Jugendgemeinderat gewählt wurden, für das Amt die Werbetrommel rühren und sich an den entsprechenden Aktionen in den Schulen Anfang Oktober beteiligen. Dabei werden auch Flyer verteilt, die ein Bewerbungsformular beinhalten. Am besten sei es, wenn Leute, die das Amt schon mal bekleidet haben, ihre Bekannten auffordern zu kandidieren, sagt Midori Saleh und fügt hinzu: „Keiner von uns hat es jemals bereut, im Jugendgemeinderat zu sein.“ Man könne seine Fähigkeiten entwickeln und aus sich rauskommen, sagt Christin Sage. Anfänglich habe sie nicht gedacht, dass man in einer zweijährigen Amtszeit schon so viel erreichen kann, sagt Midori Saleh. „Man muss manchmal einfach auch ein bisschen frech sein“, findet Christin Sage. Voller Lob sind die drei Jugendräte für Suyin Völlm vom Hauptamt, die den JGR sehr gut betreue und einen guten Draht zum Gremium habe.

Festakt als Highlight der Amtszeit

Das Highlight der jetzigen Amtszeit war der Festakt in der Filharmonie zum 30-jährigen Bestehen des Jugendgemeinderats in diesem Jahr. Der JGR hatte Kollegen aus ganz Baden-Württemberg eingeladen. Die größte Delegation kam aus Ditzingen. Viele Ehrengäste aus der Politik nahmen teil und ehemalige Jugendräte tauschten sich mit jetzigen über die jeweiligen Amtszeiten aus. „Zum Abschluss des Abends gab es eine Party, die sehr viel besser angekommen ist, als wir es erwartet hatten“, sagt Wußmann.

Der runde Geburtstag wurde und wird von weiteren Aktionen begleitet. So sollen beispielsweise 30 Sitzbänke im Stadtgebiet verschönert werden. Zwei davon haben Mitglieder des JGR bemalt, die anderen sollen von den Schulen und der Kunstschule verschönert werden. „Es steht den Schulen offen, wie sie die Bänke gestalten“, sagt Wußmann. Außerdem wurde eine Radtour angeboten, bei der die Teilnehmer zu einigen Projekten fuhren, die in den vergangenen 30 Jahren realisiert worden waren.

Der Nachtbus wurde optimiert

Darunter befindet sich auch eine Haltestelle in Sielmingen, die jetzt vom Nachtbus bedient wird. Der Ringschluss dieses Nachtbusses gehört zu den Errungenschaften des derzeitigen Jugendgemeinderats. Der Bus für Nachtschwärmer, der an die S-Bahn angebunden ist, hält jetzt nicht nur in allen Stadtteilen, er fährt auch nach Aich und Grötzingen. Zu den Projekten, die in der laufenden Amtszeit angestoßen wurden, gehört auch die Erneuerung des Skate-Parks in Bernhausen. Eigentlich wollten die Jugendräte auch eine Podiumsdiskussion zur Bundestagswahl machen. Doch die Direktkandidaten waren leider schon ausgebucht.

Bereits in der vorherigen Amtszeit wurde der Mini-Court in Sielmingen eröffnet und dann eine Beleuchtung nachgerüstet. Außerdem wurde das Rederecht für die Jugendgemeinderäte im Gemeinderat durchgesetzt. Stolz sind die Jugendräte auch auf ihre vorweihnachtliche Spendenaktion für den Tafelladen. Immer im Dezember bringen die Jugendlichen haltbare Lebensmittel in die Sitzung mit. Und dann rufen sie die Bevölkerung zu weiteren Spenden für Hilfsbedürftige auf.

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