Eröffnet hatte das Festival im Scharnhauser Park der indische Beitrag. Foto: Michael Steinert

Tag drei beim Feuerwerksspektakel in Ostfildern: die Jury hat den Sieger des Pyrotechniker-Wettstreits gekürt – und das Publikum ein fantastisches Feuerwerk erlebt.

Ostfildern - Eigentlich stand der Sieger am Sonntag bereits um 22.05 Uhr fest. Denn schon in den ersten fünf ihres rund 20-minütigen Feuerwerks hatten die schwedischen Pyrotechniker von Fyrverkeri aus Göteborg deutlich gemacht, dass zwischen ihrem Feuerwerk und den Shows der Mitbewerber ganz einfach Welten liegen.

Zu modernen Popsongs, aber auch Klassikern wie Johnny Cashs „Ring of Fire“, die sich allesamt mit dm Thema Feuer beschäftigen, schufen die Göteborger wunderbare, stimmungsvolle Bilder und machten deutlich, dass selbst bei Feuerwerken weniger manchmal viel mehr ist. Ganz überraschend kommt dieser Sieg nicht: Die Schweden nehmen regelmäßig an Feuerwerksfestivals teil und hatten dabei schon vor Ostfildern 25 Mal die Nase vorn. Jetzt haben sie also ihren 26. Titel eingeheimst.

Feuerwerk in Form einer Qualle

Noch nie soll bei der Jury-Entscheidung der Abstand des Siegerteams zum Zweitplatzierten so groß gewesen sein wie in diesem Jahr. In wirklich allen Belangen hatten die Schweden mehr zu bieten als ihre Konkurrenten aus Singapur, die schließlich Platz zwei ganz knapp vor den indischen Pyrotechnikern belegten – von der Musikauswahl über die Synchronität des Feuerwerks mit den Rhythmen, der Vielfalt der eingesetzten Leuchtkörper und einem beständigen Wechsel zwischen Bodenfeuerwerk und großen Effekten.

Dazu gab es dann noch einen ganz besonderen Hingucker: Erstmals im Scharnhauser Park zeigten die Schweden ihre Raising Crown, eine aufsteigende Krone, die – in der Form einer Qualle nicht unähnlich – sich auf und nieder bewegt. Das ist ein wirklich toller Effekt.

In diesem Jahr kamen wetterbedingt nur 32 000 Zuschauer

Schade nur, dass die den ganzen Tag über prognostizierten schweren Gewitter offenbar viele Menschen vom Besuch dieses absolut sehenswerten Abschlussabends der diesjährigen Flammenden Sterne abgehalten haben. Knapp 10 000 Besucher zählte der Veranstalter Jürgen Wünsche am Sonntag. Insgesamt sind in diesem Jahr lediglich 32 000 Feuerwerksfans auf das ehemalige Landesgartenschaugelände im Ostfilderner Stadtteil Scharnhauser Park gepilgert. Denn auch am Samstag hatte das regnerische Wetter für einen vergleichsweise dünnen Besuch gesorgt.

Am Sonntag haben die Veranstalter auf das prognostizierte Gewitter reagiert und den Start des Feuerwerks um eine viertel Stunde nach vorne verlegt – mit Erfolg. Erst als die letzte Rakete verglüht war, begann es leicht zu tröpfeln.

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