Großer Andrang herrschte schon am Sonntagmittag bei der Hocketse im Hof des Feuerwehrhauses der Freiwilligen Feuerwehr Stetten. Foto: Götz Schultheiss

Schimmel in der Umkleide, zu niedrige Decken in der Garage, die Treppe eine Stolperfalle: Das Gebäude der Stettener Wehr ist marode, wovon sich die Besucher bei einer Hocketse überzeugen konnten.

Leinfelden-Echterdingen - Eigentlich ist die Welt der Freiwilligen Feuerwehr in Stetten in Ordnung, eigentlich. „Mit 51 Mitgliedern haben wir mehr Feuerwehrleute als je zuvor. In den letzten Jahren sind entgegen dem Trend anderenorts immer neue dazugekommen, allein sechs in diesem Jahr“, sagte der Abteilungskommandant Matthias Herthneck bei der zweitägigen Hocketse mit Spaß und Spiel für Kinder und einer Schau der Fahrzeuge. Die Einsatzfahrzeuge und Geräte seien auf modernem Stand. Soweit so gut, wenn da nicht das Feuerwehrhaus wäre. Jedem Gast der Hocketse drängte sich der marode Gebäudezustand des Feuerwehrhauses an der Weidacher Steige, einer ehemaligen Schule aus den 1950er-Jahren, auf.

„Wasser dringt in die Umkleiden ein, deshalb hat sich dort Schimmel gebildet“, erklärte Carsten Zander, der stellvertretende Sprecher der Wehr. Der Zugang von den Umkleiden zur Fahrzeuggarage sei wegen der Treppe eine Stolperfalle. Außerdem stünden die Einsatzfahrzeuge viel zu eng: „Der Platz, der uns bleibt, erfüllt die gesetzliche Norm nicht.“ Zander deutet an die Decke, über der sich der Innenhof befindet: „Wenn es regnet, dringt hier Wasser ein und ausgerechnet dort verlaufen in der Nähe die elektrischen Leitungen. Jeder weiß, wie wenig sich Strom und Nässe vertragen.“ Die niedrigen Decken in der Garage verhindern außerdem das Umsetzen gesetzlicher Vorgaben: „Auf dieses Auto muss jetzt eine Leiter, aber sie passt nicht mehr drauf.“ Aus diesen Gründen unterstütze die Abteilung die Pläne der Stadt, ein neues Feuerwehrhaus ganz in der Nachbarschaft zu errichten.

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