Jos Luhukay trainiert den FC St. Pauli. 2016 war der Niederländer auch Coach der Schwaben. Foto: dpa/Timm Schamberger

Jos Luhukay , der ehemalige Trainer des VfB und heutige St. Pauli-Coach,will sich nicht mit dem neuen Trainer der Schwaben, Pellegrino Matarazzo, auseinandersetzen. Die Qualität im Kader der Roten kennt er aber sehr wohl.

Hamburg - Es ist nur ein Spiel, das dem FC St. Pauli als Anschauungsunterricht zur Verfügung steht. Eine Partie, die dazu dienen könnte, den neuen Trainer des VfB Stuttgart und seine Spielweise zu entschlüsseln. Aber die Gelegenheit, seinen Konterpart unter die Lupe zu nehmen, wollte Jos Luhukay nicht wahrnehmen. „Ich kenne Pellegrino Matarazzo nicht“, sagte der Coach des FC St. Pauli über den Coach des VfB, der an diesem Samstag (13 Uhr) am Millerntor zu Gast ist. „Ich weiß nicht viel über ihn. Aber das muss ich auch nicht.“ Es gehe schließlich „nicht um die Philosophie meines Kollegen“, sondern um die Qualität seiner Mannschaft. Und mit der wiederum habe er sich sehr wohl beschäftigt.

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Überraschend ist nicht, was er herausgefunden hat. „Wir treffen auf eines der Top-3-Teams der Liga“, sagte Luhukay mit Respekt. Um zu punkten, müsse sein Team einen „richtig guten Tag“ erwischen. Immerhin: Bis auf den fraglichen Luca Zander kann der Niederländer aus dem Vollen schöpfen. Stabilität und eine gute Zweikampfführung stehen für ihn im Vordergrund der Marschroute – nachdem der Start ins Pflichtspieljahr 2020 in die Hose gegangen war: 0:3 bei der SpVgg Greuther Fürth. Dadurch schweben die Kiezkicker weiter in Abstiegsgefahr.

Wegen der mageren Ausbeute wurde Luhukay mehrfach infrage gestellt, der Club stärkte ihm bisher immer den Rücken – obwohl der Coach noch vor Saisonbeginn den Club scharf kritisiert hatte. „Großes Kompliment dafür. Die Reihen waren geschlossen, dem Trainer wurde ganz klar das Vertrauen ausgesprochen“, sagte jüngst Andreas Rettig, der frühere Geschäftsführer des FC St. Pauli, der die Arbeit von Luhukay und Manager Andreas Bornemann lobt. Er ergänzte: „Wenn man dieser sportlichen Leitung Ruhe und Unterstützung zukommen lässt, bin ich sicher, dass sich der Erfolg einstellen wird.“

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