Mateo Klimowicz stand für den VfB Stuttgart beim FC Schalke 04 in der Startelf. Foto: dpa

Mateo Klimowicz bekam seine Chance von Anfang an – und nutzte sie wie schon am ersten Spieltag gegen den SC Freiburg eher nicht. Im Spiel beim FC Schalke 04 legte der Offensivmann einen durchwachsenen Auftritt hin.

Gelsenkirchen - Es ging gut los für Mateo Klimowicz in der Schalker Arena. Die Ballannahme nach Gonzalo Castros Pass an den Strafraum? Exzellent. Die Mitnahme? Ebenso. Der Abschluss: stark – nur nicht genau genug. Der Flachschuss des Argentiniers in der vierten Minute ging knapp am Tor vorbei. Fast also hätte Klimowicz für den Traumstart des VfB Stuttgart gesorgt am Freitagabend – doch nach dem verheißungsvollen Beginn lässt sich aus Sicht des zentralen Offensivmanns hinter der Spitze Sasa Kalajdzic dies sagen: Klimowicz begann stark. Und ließ dann stark nach.

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Der 20-Jährige zeigte sich stets einsatzfreudig, das schon. Aber ihm fehlte oft das, was ein Mann auf seiner Spielmacherposition braucht: der Blick für den Pass in die Tiefe. Obendrein konnte Mateo Klimowicz auch selten mal den Ball halten oder das Spiel des VfB so strukturieren, wie es in der Regel ein gewisser Daniel Didavi vermag. Doch der saß auf Schalke überraschend auf der Bank, nachdem er bei der vergangenen Partie gegen den 1. FC Köln (1:1) etwas geplättet in der zweiten Halbzeit ausgewechselt wurde – und sah nun von der Bank aus, wie Klimowicz da anknüpfte, wo er bei seinem bisher einzigen Bundesliga-Startelfeinsatz am ersten Spieltag gegen den SC Freiburg (2:3) aufgehört hatte.

Junges Offensivtrio

Klimowicz verlor nun gegen Schalke wieder viele Bälle, auch wenn die Position gegen den Sportclub damals eine andere war. Da durfte der Argentinier als Sturmspitze ran – und ging unter. Jetzt wurde gegen die Königsblauen deutlich, dass Klimowicz, anders als Didavi, kein klassischer Zehner ist, der das Spiel lenken kann. Vielmehr braucht Klimowicz Teamkollegen, die ihn einsetzen.

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Der offensive Dreizack des VfB vom Freitagabend in Gelsenkirchen mit Klimowicz, Kalajdzic und Tanguy Coulibaly jedenfalls hatte bis zum Beginn dieser Saison keinerlei Bundesliga-Erfahrung, was in vielen Situationen zu sehen war, da die letzte Konsequenz im Angriff fehlte.

Das änderte sich mit dem Beginn der zweiten Hälfte nach der Einwechslung von Stürmer Nicolas Gonzalez, der für Kalajdzic in die Partie kam. Klimowicz allerdings hatte am offensiven Aufschwung des VfB im zweiten Abschnitt, nun ja, nicht so wirklich seinen Anteil.

Seine einzige auffällige Szene hatte er in Minute 62, als er einen Fernschuss riskierte, der ungefährlich war. Eine Viertelstunde vor Schluss wurde Klimowicz dann ausgewechselt. Seine Saisonbilanz bleibt also bei einem Tor stehen, das er am zweiten Spieltag nach seiner Einwechslung beim 4:1 beim FSV Mainz erzielte.

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