Fasten muss nicht bedeuten, sich nur von Wasser und Brot zu ernähren. Foto: dpa

61 Prozent der Baden-Württemberger verzichten mindestens einmal im Jahr auf Alkohol oder Handy.

61 Prozent der Baden-Württemberger verzichten mindestens einmal im Jahr auf Alkohol oder Handy.

Stuttgart - Nach Fasching beginnt mit dem Aschermittwoch für viele Menschen die Fastenzeit. Doch vor allem in Baden-Württemberg ist das Fasten „in“ – das zeigt eine aktuelle und repräsentative Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK.

66 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg geben an, dass sie einen beabsichtigten Verzicht auf Genussmittel oder Konsumgüter aus gesundheitlichen Gründen sinnvoll finden. Während diese Einschätzung im Südwesten bundesweit am größten ist, gibt dies im Osten Deutschlands nur knapp jeder Zweite an.

Laut der Umfrage meinen 42 Prozent der Deutschen, sie hätten schon öfter für ­mehrere Wochen gefastet; bei der gleichen Umfrage 2012 gaben dies nur 34 Prozent der Befragten an. Die Menschen in ­Baden-Württemberg sind dagegen ­routinierter – 47 Prozent verzichteten bereits auf bestimmte Konsumgüter und Genussmittel, weitere 14 Prozent haben nur einmal gefastet. Knapp jeder Neunte hat dies noch nie getan, aber könnte es sich durchaus vorstellen. Nur für 30 Prozent käme dies nicht infrage.

Der Verzicht auf alkoholische Getränke steht bei den Fastenzielen der Baden-Württemberger mit 72 Prozent an erster Stelle. An zweiter Stelle kommen die Süßigkeiten (69 Prozent), an dritter Stelle folgt der Konsum von Fleisch (53 Prozent) – häufiger als das Rauchen (45 Prozent). 40 Prozent der Befragten würden eher auf Handys und Computer verzichten, nur elf Prozent aufs Autofahren – das ist der bundesweit niedrigste Wert . Der Verzicht auf Alkohol wird von den Frauen öfter genannt als von Männern.

Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40-tägige Fastenzeit, an welcher sich jährlich mehr als zwei Millionen Menschen in Deutschland beteiligen, um aus gewöhnlichen Verhaltensweisen auszusteigen. Das diesjährige Motto lautet: „Selber denken! Sieben Wochen ohne falsche Gewissheiten.“

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