Leicht verderbliche Lebensmittel sind im Fair-Teiler Schrank tabu Foto: Evangelische Kirche

Im Esslinger Stadtteil Oberesslingen braucht künftig keiner mehr Lebensmittel wegzuwerfen. Vor dem Pfarrhaus gibt es einen Schrank, aus dem sich jeder bedienen kann.

Esslingen - Das Brot ist noch frisch, aber der Urlaub steht bevor? „Lebensmittel einfach wegzuwerfen, ist unverantwortlich“, sagt der Oberesslinger Pfarrer Stefan Schwarzer. Also sagte er auch gleich zu, als eine Anfrage der Organisation Foodsharing kam, einen so genannten Fair-Teiler aufzustellen. Der Pfarrer holte einen alten Schrank aus dem Keller, ließ ihn bunt bemalen und stellte ihn vor das Pfarrhaus neben der Versöhnungskirche in der Paracelsusstraße 32. Er dient jetzt als Aufbewahrungsort für die Lebensmittel, die zu schade sind, um sie in den Müll zu geben.

Den Fair-Teiler unterstützen einige Engagierte, die in der Nachbarschaft wohnen. Überzähliges Gemüse, Obst, Backwaren und anderes holen sie bei den Esslinger Geschäften ab, zuweilen bestücken auch Bürger die Schrankfächer. Weil es keine Kühlung gibt, sind verderbliche Nahrungsmittel tabu. Jeder, der möchte, darf sich aus dem Fair-Teiler bedienen, egal wie viel Geld er auf dem Konto hat. Schließlich gehe es darum, die Verschwendung von Nahrungsmitteln einzudämmen.

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