Passanten kümmern sich nach dem Unfall um die Hundebesitzerin. Foto: dpa/Stefan Puchner

Ein Mann überfährt in der City einen kleinen Hund und begeht Unfallflucht. Am Tag danach zeigt er Reue: Er meldet sich auf dem Polizeirevier.

Stuttgart - Der Fahrer eines Transporters, der am Freitag an der Töpferstraße einen Pekinesen überfahren haben soll, hat am Samstag Reue gezeigt: Er ist zum Polizeirevier gegangen und hat sich gestellt. Gegen ihn wird nun eine Anzeige wegen Fahrerflucht gestellt. Ob auch ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz vorliegt, muss laut der Polizei noch überprüft werden.

Die Frau kann den Hund an der Leine nicht mehr zurückziehen

Der 62-jährige Fahrer soll am Freitag von der Geißstraße kommend mit einem Lieferwagen an der Töpferstraße den Hund überfahren haben, den eine Frau an der Leine führte. Die Frau habe noch versucht, den Pekinesen mit der Leine zurückzuziehen, meldete die Polizei. Das habe sie jedoch nicht mehr geschafft, sodass das Tier unter die Räder kam. Der Fall verursachte vor allem deswegen viel Empörung, weil der Mann ausgestiegen sei und gesagt habe, ihm sei es egal, was mit dem Hund passiert sei. Dann sei der Mann wieder in sein Fahrzeug gestiegen und weggefahren. Passanten kümmerten sich um die 63-jährige Hundehalterin, die weinend mit ihrem toten Hund im Arm am Straßenrand saß. Die Polizei hatte gute Zeugenhinweise in dem Fall. Der Fahrer wäre vermutlich auch ohne ein Geständnis aufgeflogen: Er sei dort öfter im Lieferkehr unterwegs gewesen, sagten Augenzeugen. Der Polizei wurde sowohl das Kennzeichen als auch der Firmenaufdruck auf dem Lieferwagen gemeldet.

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