Der griechische Handball-Klub AEK Athen hat seinen türkischen Torwart Yunus Özmusul am Sonntag entlassen. (Archivbild) Foto: Pressefoto Baumann/Hansjürgen Britsch

Einige türkischstämmige Sportler machten in den vergangen Wochen durch einen „Salut-Jubel“ auf sich aufmerksam. Dieser wurde nun auch dem ehemaligen TVB 1898 Stuttgart-Spieler Yunus Özmusul zum Verhängnis.

Athen - Nicht nur im Fußball sorgt der umstrittene Salut-Jubel für Aufregung: Der griechische Handball-Klub AEK Athen hat seinen türkischen Torwart Yunus Özmusul (30) am Sonntag entlassen, nachdem dieser sich beim Länderspiel gegen Belgien Ende Oktober zusammen mit Teamkollegen zu dem Militärgruß hatte hinreißen lassen.

„Das Management von AEK, das die Werte und Ideale des Vereins bewacht und die Einhaltung der Regeln und Vorschriften durch das Team verfolgt, hat Yunus Özmusul für sein Handeln sofort aus der Mannschaft ausgeschlossen“, schrieb AEK in einer Mitteilung. Zunächst hatte der Klub den Spieler trotz dessen Entschuldigung für den Vorfall für drei Monate suspendiert.

UEFA veranlasste Ermittlungen

Vor allem im Fußball hatte die umstrittene Geste für Diskussionen gesorgt, während der EM-Qualifikation im Oktober hatten türkische Nationalspieler mehrfach öffentlichkeitswirksam salutiert und sollen damit die Offensive türkischer Streitkräfte in Nordsyrien unterstützt haben. Die Europäische Fußball-Union UEFA veranlasste anschließend Ermittlungen, Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan verurteilte dies als „diskriminierenden“ Akt.

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