Die Gladbacher haben nach zwei Partien nur einen Punkt, nun stehen die beiden schweren Spiele gegen Gruppenfavorit AS Rom an. Foto: AFP/OZAN KOSE

Nach einer erneut enttäuschenden Vorstellung rettet Gladbach in letzter Minute einen Punkt beim Erdogan-Club. Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg bleibt in der Europa League auf Kurs.

Istanbul - Borussia Mönchengladbach steht in der Europa League unverändert unter Druck. Die stark in die Bundesliga gestartete Mannschaft von Trainer Marco Rose kam in ihrem zweiten Gruppenspiel nur dank des späten Tors von Patrick Herrmann (90.+1) noch zu einem 1:1 (0:0) bei Istanbul Basaksehir. Der VfL Wolfsburg erreichte bei AS Saint-Etienne in Frankreich ebenfalls ein 1:1 (1:1), ist aber nach seinem Auftaktsieg im Soll.

Die Gladbacher haben nach zwei Partien nur einen Punkt, nun stehen die beiden schweren Spiele gegen Gruppenfavorit AS Rom an, der wie Gladbachs Auftaktgegner Wolfsberger AC vier Zähler auf dem Konto hat. Edin Visca (55.) hatte Basaksehir, den Lieblingsklub des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, in Führung gebracht.

„Wir müssen anfangen zu punkten“, hatte Rose vor dem 100. Spiel der Rheinländer in der Europa League bzw. im UEFA-Cup noch gefordert, um das Ziel „international überwintern“ zu erreichen. Mut schöpfte der 43-Jährige aus der jüngsten Erfolgsserie in der Bundesliga, die Gladbacher feierten im Tagesgeschäft zuletzt drei Siege und sind auswärts noch ohne Punkteverlust.

Schwache Kulisse im Fatih-Terim-Stadion

Vor schwacher Kulisse im Fatih-Terim-Stadion, das im relativ neuen Stadtteil Basaksehir liegt, entwickelte sich bei sommerlichen Temperaturen ein Spiel auf Augenhöhe. Marcus Thuram (20.) hatte per Kopf die größte Borussia-Chance in der ersten Hälfte, kurz zuvor hätte es nach einem Handspiel von Ponck zudem Elfmeter für die Rose-Elf geben müssen. Im weiteren Spielverlauf agierten die Gladbacher zunehmend fehlerhaft, mit einem eiskalten Konter ging Istanbul in Führung. Erst kurz vor Schluss traf Herrmann aus dem Gewühl zum Ausgleich.

In Saint-Etienne traf der brasilianische Außenverteidiger William (15.) nach feiner Vorarbeit von Maximilian Arnold per Kopf für den VfL. Timothee Kolodziejczak (13.) hatte die Franzosen nach einer verunglückten Faustabwehr von Wolfsburg-Keeper Pavao Pervan zunächst in Führung gebracht.

Mit dem Remis beim französischen Rekordmeister bauten die Wölfe eine imposante Serie aus: Unter Neu-Trainer Oliver Glasner haben sie in dieser Saison noch keines ihrer neun Pflichtspiele verloren.

Vor 24.815 Zuschauern boten beide Teams über weite Strecken fußballerische Magerkost. Vor allem Wolfsburg beschränkte sich meist auf die Sicherung des eigenen Tores und geriet in der Schlussphase unter Druck.

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