In der Zentrale von Mercedes-Benz in Stuttgart-Untertürkheim stoßen die angekündigten Strafzölle auf Skepsis. Foto: imago/Arnulf Hettrich

Die Europäische Union wirft Peking vor, die E-Auto-Industrie mit unerlaubten staatlichen Subventionen zu fördern und so den Wettbewerb zu verzerren. Kritiker warnen vor einem Handelskrieg.

Brüssel schickt in Sachen E-Autos eine letzte Warnung an Peking. Die EU-Kommission droht mit hohen Strafzöllen auf E-Autos aus China, wie die Behörde mitteilte. Sie wirft den chinesischen Herstellern vor, von staatlichen Subventionen zu profitieren, die den Wettbewerb verzerren. Dadurch seien ihre Elektrofahrzeuge normalerweise rund 20 Prozent günstiger als in der EU hergestellte Modelle. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen begründete den Schritt: „Der Preis dieser Autos wird durch riesige staatliche Subventionen künstlich gedrückt – das verzerrt unseren Markt.“ Herstellern in der EU drohten dadurch immense Schäden.