Agile Prozesse senken die Produktkosten bei der Entwicklung des neuen Herma-Etikettierers Foto: obs/Porsche Consulting

Der Etikettierspezialist Herma aus Filderstadt-Bonlanden setzt auf schlankere Entwicklungsprozesse und spart Produktkosten, um im Wettbewerb auch weiterhin die Nase vorn zu haben.

Filderstadt - Herma, führender Spezialist für Selbstklebetechnik, will künftig Produkte noch schneller in den Markt bringen, um im Wettbewerb die Nase weiter vorn zu haben. Mit der Managementberatung Porsche Consulting hat Herma im Geschäftsbereich Etikettiermaschinen Methoden des so genannten agilen Managements eingeführt. Das beschleunige die Entwicklung und senke die Produktkosten um rund 15 Prozent, wie das Unternehmen mitteilt. „Die Kernidee ist, Teilprozesse einfach und beweglich zu halten“, sagt Till Friedrich, Partner bei Porsche Consulting. Das reiche vom Produkt, über die Organisation bis zum Mitarbeiter. Die Produktstruktur werde mit abgestuften Innovationen vorgegeben, abhängig von Zieltermin und Zielkosten. Durch den modularen Aufbau ließen sich ohne Risiken immer wieder neue Teile des Produktes ausarbeiten und testen“, so Friedrich. Unverzichtbares werde zuerst erledigt, an Extras erst danach gearbeitet.

Herma machte 2015 mit rund 940 Mitarbeitern etwa 300 Millionen Euro Umsatz, der sich auf die drei Geschäftsbereiche Haftmaterial, Etiketten und Etikettiermaschinen verteilt. Der Exportanteil liegt bei mehr als 60 Prozent. Porsche Consulting mit Sitz in Bietigheim-Bissingen ist eine Tochter des Sportwagenbauers Porsche, die 1994 gegründet wurde. Damals waren es vier Mitarbeiter, mittlerweile beschäftigt Porsche Consulting mehr als 380 Mitarbeiter und zählt zu den führenden Beratungsgesellschaften in Deutschland.

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