Die Arbeitsagentur spürt die Auswirkungen des abgekühlten Konjunkturklimas. Foto: dpa/Arne Dedert

Auf dem Arbeitsmarkt zeigen sich erste Bremsspuren, Das bekommt auch die Arbeitsagentur in den beiden Landkreisen Esslingen und Göppingen zu spüren.

Eslingen/Göppingen - Auf dem Arbeitsmarkt in den Landkreisen Esslingen und Göppingen ist die Herbstbelebung in diesem Jahr schwächer ausgefallen als üblich. Überwiegend saisonale Gründe führt die Agentur für Arbeit, die für die beiden Landkreise zuständig ist, für den Rückgang der Arbeitslosenzahl in ihrem Berichtsgebiet im Monat Oktober ins Feld. Allerdings sei die Arbeitslosigkeit in diesem Herbst nicht so stark gesunken wie in den Jahren zuvor. Das geht aus der jetzt veröffentlichten Monatsbilanz der in Göppingen ansässigen Agentur hervor.

Im Oktober waren nach Angaben der Agentur für Arbeit 14 999 Frauen und Männer ohne Arbeit, das seien 379 weniger als im September. Daraus errechne sich eine Arbeitslosenquote von 3,3 Prozent für den gesamten Bezirk. Vor einem Jahr habe der Anteil allerdings lediglich bei 3,1 Prozent gelegen. Für den Kreis Esslingen allein betrachtet ergibt sich ein Wert von 3,2 Prozent. Hier waren im Oktober 9878 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind 259 weniger als im September, aber 721 mehr als noch im Vergleichsmonat des Vorjahres.

„Insbesondere in der Industrie wirken weltpolitische Unsicherheiten wie Handelsstreitigkeiten und Brexit auf die Betriebe. Auf der anderen Seite sind Teilbereiche des Arbeitsmarkts davon völlig unberührt, wie beispielsweise das Handwerk oder die Pflege“, wird Thekla Schlör, die Leiterin der Göppinger Arbeitsagentur, in dem Bericht zitiert. „Der Fachkräftebedarf in diesen, aber auch in anderen Bereichen ist und bleibt eine der Herausforderungen für die Zukunft“, stellt die Agenturchefin fest.

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